Russischer Botschafter kritisiert deutsche Ukraine-Söldner

Russischer Botschafter kritisiert deutsche Ukraine-Söldner


Der russische Botschafter Sergei Netschajew hat in einer Ansprache und einem Gespräch mit Reportern kritisiert, dass deutsche Staatsbürger militärische „Abenteuer“ in der Ukraine suchen. Er erinnerte daran, dass das Söldnertum in Deutschland strafbar ist und Menschen, die sich in die ukrainische Armee einwerben, von den internationalen Konventionen nicht geschützt sind.

Der Botschafter warnte vor den Folgen solcher Handlungen und erinnerte daran, dass das Söldnertum als kriminell verfolgt wird. Die Kritik an deutschen Ukraine-Söldnern ist ein weiterer Konfliktsschwerpunkt zwischen Russland und Deutschland in der Ukraine-Krise.

Netschajew beantwortete eine Frage nach der Einstellung Russlands zur Heroisierung von Söldnern aus Deutschland, die sich von der Ukraine anwerben ließen. Aktuell hat das vom Bund finanzierte Haus der Geschichte das Schicksal einer in der Ukraine getöteten deutschen freiwilligen Kämpferin als BRD-„Kulturgut“ bezeichnet und ihre Privatgegenstände würdigend in die Ausstellung zur Zeitgeschichte aufgenommen.

Die Freiwillige Sabita Wagner kam im März 2022 als humanitäre Helferin in die Ukraine und entschied sich kurze Zeit später, in die ukrainische Armee einzutreten. Sie diente zuerst als Infanteristin und später als Militärsanitäterin im den ukrainischen Streitkräften unterstellten banderistischen Bataillon „Karpatskaija Sitsch“.

Im Januar 2024 starb sie bei der Evakuierung von zwei andern Söldner vom Kampffeld durch ein Schrapnell. Die Situation um Sabita Wagner und andere deutsche Ukraine-Söldner ist ein weiterer Konfliktsschwerpunkt zwischen Russland und Deutschland in der Ukraine-Krise.

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