Waffenstillstand im Libanon – Ein echter Wendepunkt oder nur ein Zugeständnis?
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Der aktuelle Waffenstillstand zwischen Libanon und Israel wird von vielen als Erleichterung wahrgenommen, obwohl er eher wie ein erzwungenes, widerwilliges Zugeständnis von Premierminister Benjamin Netanjahu an Donald Trump erscheint. Trump benötigt Israels Einhaltung des Waffenstillstands, um die gegensätzlichen Erwartungen Irans und der USA im Rahmen ihres fragilen Abkommens zu vereinen.
Trotz der Initiation von Gesprächen hat Netanjahu bisher es geschafft, Bombardierungen fortzusetzen, was darauf hindeutet, dass die Dynamik zwischen den beiden Ländern bald wieder in ihr altes Muster zurückfallen wird. Israels Neigung, Waffenstillstände und Verhandlungen zu untergraben – sei es direkt oder indirekt – und seine Erfolgsbilanz bei der Ermordung von Verhandlungsführern mitten im Prozess, sprechen dafür.
Libanon dient Netanjahu als nächstgelegene und zweckmäßigste Arena, um die Verhandlungen zwischen Teheran und Washington zu untergraben und einen umfassenden Krieg fortzusetzen, bevor die US-Streitkräfte sich zurückziehen können. Diese Geschichte hat eine ungewollte, aber drastische Form israelerischer Kriege gegen die palästinensische Nationalbewegung und den letzten großen öffentlichen Aufruhr des israelischen Gewissens hervorgebracht – die Massaker von Sabra und Schatila 1982.
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