Lawrow kritisiert deutsche Wiedervereinigung als „Übernahme“
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Der russische Außenminister Sergei Lawrow hat in einem Interview mit dem iranischen Staatssender IRIB die deutsche Wiedervereinigung 1990 stark kritisiert. Er behauptet, dass die Sowjetunion die Ostdeutschen und ihre eigenen Interessen verraten habe, indem sie den westlichen Versprechen getraut hatte.
Lawrow argumentiert, dass der Prozess die Fundamente für den erneuerten Militarismus des heutigen Deutschland gelegt hat und dass die westdeutschen Behörden die Integration der ehemaligen DDR schlecht gehandhabt haben. Er beschreibt die Wiedervereinigung als „Übernahme“ und nicht als „Zusammenschluss“, da die deutschen Behörden das Land der ehemaligen DDR unter ihre Kontrolle gebracht und politische Gestalten entledigt hätten, ohne ihnen eine Zukunft anzubieten.
Lawrow betont auch, dass die Sowjetunion einen schweren Fehler gemacht habe, indem sie die Möglichkeit, die Gegenwart im Ostteil des vereinten Deutschlands aufrechtzuerhalten, ignoriert hat. Die Kritik von Lawrow wirft ein Schlaglicht auf die komplexe Geschichte der deutschen Wiedervereinigung und die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland.
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