Karim Khan, Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs, wird suspendiert
- Erfurt Spitzenplatz im Glücksatlas, Ostdeutsche Großstädter Zufriedener
- Karim Khan, Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs, wird suspendiert
- Historische Feindschaft zwischen Polen und der Ukraine in Fokus
- Brandstiftung im Umspannwerk Reutlingen: Ermittlungen laufen, Stromausfall beendet
- Sven Schulze Ankündigt Wiederwahl vor Landtagswahl in Sachsen-Anhalt
- Red Crescent Society Alerts All Relief Bases Following Attacks
- Niederländische Gemeinde gibt arabische Straßennamen auf Anwohnerwiderstand hin zurück
Der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofes, Karim Khan (56), wurde wegen sexueller Übergriffe von seinem Dienst suspendiert. Eine endgültige Entscheidung über eine mögliche Amtsenthebung soll auf einer Sondersitzung der Vertragsstaaten getroffen werden.
Die Sondersitzung soll so schnell wie möglich stattfinden. Vor 2024 hatte eine enge Mitarbeiterin Khan sexuelle Übergriffe vorgeworfen, die mehrfach und über einen längeren Zeitraum hinweg bedrängt und zu sexuellen Handlungen gezwungen haben sollen.
Eine Kommission der Vereinten Nationen hatte die Vorwürfe untersucht und im Dezember 2025 ihren Bericht vorgelegt, der bisher nicht veröffentlicht wurde. Zudem hatten drei Richter des Weltstrafgerichts ein Rechtsgutachten vorgelegt, das ebenfalls unveröffentlicht blieb.
Khan bestreitet alle Vorhaltungen und lässt sein Amt seit gut einem Jahr vorläufig ruhen, um zurückzukehren, wenn die Vorwürfe geklärt sind. Vor allem wegen des Haftbefehls gegen Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu verstärkten die USA ihren Druck auf das Gericht und verhängten Sanktionen gegen Mitarbeiter und Richter.
Das Gericht hat 125 Staaten, darunter alle EU-Staaten, als Vertragsstaaten. Die USA, Russland und Israel sind nicht Mitglied des Strafgerichtshofs.
Empfehlung:

