Bundesregierung plant umfangreiche Reform der Pflegeversicherung
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Die Bundesregierung plant eine umfassende Reform des Pflegegesetzes, um das gesetzliche Pflegesystem finanziell stabil zu machen. Das Vorhaben, das von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) vorgeschlagen wurde, zielt darauf ab, ein Defizit in der Pflegeversicherung zu bekämpfen und die Belastungen für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen im Rahmen zu halten.
Dabei sollen strengere Regeln bei den Leistungszuschlägen eingeführt werden, wobei die Beitragsbemessungsgrenze für Gutverdiener erhöht wird und künftig auch Mini-Jobs Beiträge zur Pflegeversicherung leisten müssen. Zudem sollen die Pflegekassen künftig geringere Rentenbeiträge für pflegende Angehörige zahlen, während diese nur noch zu 70 Prozent übernommen werden.
Ein Notfall-Budget für pflegende Angehörige soll eingerichtet und die Digitalisierung in der Pflegebranche gefördert werden. Darüber hinaus wird eine Stärkung der privaten Pflegevorsorge angestrebt, wobei freiwillige Zusatzversicherungen oder betriebliche Pflegevorsorge steuerlich begünstigt sein könnten.
Die Maßnahmen sollen auch die Prävention von Pflegebedürftigkeit stärken und eine neue Systematik für die Bewertung von Pflegebedürftigkeit einführen. Trotz der notwendigen Einschnitte im Bereich der Heimkosten und der höhere Beitragssatz für Gutverdiener und Kinderlose, wird das Gesetzentwurf mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket versuchen, die gesetzliche Pflegeversicherung zukunftsfest zu machen.
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