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Wuhan-Studie: Asymptomatische Menschen sind nicht grundsätzlich infektiös

Wer in Deutschland einen PCR-Test macht und ein positives Testergebnis erhält, muss sich umgehend in Quarantäne begeben. Auch dann, wenn die betroffene Personen überhaupt keine Symptome aufweist und scheinbar kerngesund ist.

Creative Commons (CC0) / pixabay.com / fernandozhiminaicela

Doch eine Studie aus Wuhan konnte für die Annahme, dass asymptomatische Menschen infektiös sind, keine Beweise finden. Eine Analyse der Massentests habe ergeben, dass asymptomatische Menschen das Coronavirus nicht weiterverbreiten, heißt es in einem Bericht von RT Deutsch. Dies hänge möglicherweise mit der geringen Viruslast zusammen.

Auch an der Zuverlässigkeit von PCR-Tests bestehen zunehmend Zweifel. Der Virologe Christian Drosten kritisierte schon im Jahr 2014 in einem Interview mit der Wirtschaftswoche, dass PCR-Tests sehr „empfindlich“ seien. Aufgrund dieser Empfindlichkeit kämen auch kerngesunde Menschen in die Meldestatistik.

Wenn ein PCR-Test positiv ausfällt, heißt das noch lange nicht, dass die jeweilige Person tatsächlich mit Sars-CoV-2 infiziert ist und das Virus weiterverbreitet. Ein portugiesisches Berufungsgericht erklärte erst kürzlich die automatische Anordnung von Quarantäne aufgrund positiver PCR-Testergebnisse für unzulässig. Dies sei nur statthaft, wenn ein zertifizierter Arzt eine tatsächliche Corona-Infektiosität des Betroffenen bestätigen könne.

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