Wirtschaftsminister verhöhnt Bundesbürger: „Wohlstand gewachsen, Löhne und Renten deutlich gestiegen“

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat eine Rede im Bundestag zum Jahreswirtschaftsbericht 2020 gehalten. Angeblich würde Deutschland sich im längsten Wirtschaftsaufschwung seit 1966 befinden. Der Wohlstand sei gewachsen, sowie “Löhne und Renten deutlich gestiegen”, behauptete Altmaier. Demnach müsste es den deutschen Bundesbürgern prächtig gehen. Doch Millionen Menschen sind von Armut bedroht und immer mehr Menschen auf Lebensmittel von der Tafel angewiesen.

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CC BY-SA 3.0 / wikimedia.org / Olaf Kosinsky (Symbolbild)
CC BY-SA 3.0 / wikimedia.org / Olaf Kosinsky

Kaum ein anderes Land in Europa könne auf solch eine Erfolgsgeschichte zurückblicken, sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) in seiner Rede im Bundestag. Kritiker bezeichnete er als „Pessimisten“ und „Schlechtredner“. Auch die Renten seien angeblich deutlich gestiegen. In Wirklichkeit sind etwa 9,3 Millionen Menschen in Deutschland von Altersarmut bedroht. 51,4 Prozent der Rentner erhielten im Jahr 2018 weniger als 900 Euro im Monat. Laut dem Statistischen Bundesamt galten bereits 2018 etwa 19,5 Prozent aller Rentnerhaushalte, also jeder Fünfte, als armutsgefährdet. Für wie blöd hält der Wirtschaftsminister die eigenen Bürger?