Wie unzuverlässig sind die PCR-Tests wirklich? – News 23

Wie unzuverlässig sind die PCR-Tests wirklich?

Zu Beginn der sogenannten Corona-Krise entwickelte der deutsche Virologe Christian Drosten einen PCR-Test, der angeblich dazu geeignet sei, Sars-CoV-2-Infektionen nachzuweisen. Auch die WHO empfiehlt die Verwendung solcher PCR-Tests. Fast alle Corona-Maßnahmen der Bundesregierung werden mit den PCR-Testergebnissen begründet. Doch sind diese PCR-Tests wirklich geeignet, um Virusinfektionen nachzuweisen?

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PCR steht für “Polymerase Chain Reaction” bzw. Polymerase-Kettenreaktion. Bei diesem Verfahren wird im Labor ein einzelner DNA-Strang künstlich vervielfältigt. Dadurch soll es angeblich möglich sein, Erbinformationen von Viren nachzuweisen. Noch im Jahr 2014 kritisierte der Virologe Christian Drosten in einem Interview mit der Wirtschaftswoche, dass PCR-Tests sehr “empfindlich” seien. Aufgrund der Empfindlichkeit der PCR-Tests kämen auch kerngesunde Menschen in die Meldestatistik.

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Polina Tankilevitch

Erst kürzlich erklärte ein portugiesisches Berufungsgericht in einem Urteil die automatische Anordnung von Quarantäne aufgrund positiver PCR-Tests für unzulässig. Das Gericht geht davon aus, dass sie keinen zuverlässigen Nachweis des Sars-CoV-2-Virus darstellen.

Sogar der Erfinder des PCR-Verfahrens, Kary Mullis, soll an der Zuverlässigkeit dieser PCR-Tests gezweifelt haben. “Quantitative PCR ist ein Oxymoron”, zitiert die Webseite Virusmyth.org den Wissenschaftler. Ein Oxymoron ist eine Verbindung zweier sich nach dem Wortsinn widersprechender Begriffe. Das PCR-Verfahren soll Substanzen qualitativ identifizieren, sei jedoch naturgemäß nicht zur Schätzung der Virenlast geeignet, heißt es auf der Webseite.

Das bestätigte auch Christian Drosten in seinem Interview mit der Wirtschaftswoche. Damals kam es in Saudi-Arabien zu einer angeblichen Ausbreitung des sogenannten Mers-Virus. Doch dieser Ausbruch existierte zum Teil nur in der Statistik.

Zitat von Christian Drosten:

“Die Methode ist so empfindlich, dass sie ein einzelnes Erbmolekül dieses Virus nachweisen kann. Wenn ein solcher Erreger zum Beispiel bei einer Krankenschwester mal eben einen Tag lang über die Nasenschleimhaut huscht, ohne dass sie erkrankt oder sonst irgend etwas davon bemerkt, dann ist sie plötzlich ein Mers-Fall. Wo zuvor Todkranke gemeldet wurden, sind nun plötzlich milde Fälle und Menschen, die eigentlich kerngesund sind, in der Meldestatistik enthalten.”

Berlin / Virologe / Christian Drosten

Demnach hielt Drosten noch im Jahr 2014 die PCR-Tests für zu empfindlich. Das portugiesische Berufungsgericht aus Lissabon erklärte die Verhängung von Quarantäne aufgrund eines positiven PCR-Tests für unzulässig und sogar der Erfinder des PCR-Verfahrens zweifelte scheinbar an dessen Zuverlässigkeit.

Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bestätigte in einem Interview die Unzuverlässigkeit der PCR-Tests. Wenn man zu viel testet, sei die Anzahl der falschen Testergebnisse größer, als die Anzahl tatsächlicher Neuinfektionen.

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