Nachrichten & Hintergründe
 

WHO-Chef wird Beteiligung an Massenmord in Äthiopien vorgeworfen

Tedros Adhanom war vor seiner Zeit als WHO-Generaldirektor von 2005 bis 2012 Gesundheitsminister in Äthiopien und von 2012 bis 2016 Außenminister. Nun wird im vorgeworfen in den Jahren 2013 bis 2015 Massenmord und Folter durch „Sicherheitskräfte“ unterstützt zu haben.

Photo: (CC0) / pixnio.com

Laut FOCUS und der britischen Tageszeitung „The Times“ hat der amerikanische Journalist David Steinman schwere Vorwürfe gegen den WHO-Chef erhoben. Hunderte Demonstranten seien damals in Äthiopien ums Leben gekommen. Tedros Adhanom sei ein bedeutender Entscheidungsträger gewesen. Er habe bewusst über die Verfolgung verschiedener Stämme des Vielvölkerstaates hinweg gesehen. Dies seien „systematische Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ gewesen, zitierte der FOCUS den amerikanischen Journalisten David Steinman. Vor diesem Hintergrund habe der Journalist nach eigener Aussage eine Strafverfolgung vor dem internationalen Gerichtshof in Den Haag beantragt.

Es ist wirklich bemerkenswert, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen Generaldirektor eingesetzt hat, der mit solch schweren Verbrechen in Zusammenhang gebracht wird. Tedros Adhanom wies die Beschuldigungen zurück, doch sollte an diesen Vorwürfen etwas dran sein, würde dies den WHO-Chef überaus erpressbar machen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Datenschutzbedingungen zustimmen: