Ungarn weigerte sich Waffenlieferungen an Ukraine durchzulassen

Die Kommission der Europäischen Union (EU) hat angekündigt, die Ukraine mit Waffenlieferungen zu unterstützen und nimmt somit direkten Einfluss auf die Kampfhandlungen in Osteuropa. Doch Ungarn stellt sich quer und will keine Waffentransporte durchlassen.


Photo: CC BY-NC-SA 2.0 / Flickr.com / МИД России

Ungarn will keine „gewaltsamen Militäraktionen“ unterstützen:

Europäische Außenminister hatten am 31. Februar vereinbart, die Ukraine mit Waffen im Wert von 450 Millionen Euro zu beliefern. Doch der ungarische Außenminister Peter Szijjártó gab bekannt, dass Ungarn keine Lieferungen tödlicher Waffen über ungarisches Territorium genehmigen werden.

„Über Ungarn werden keine Lieferungen tödlicher Waffen an die Ukraine erfolgen. Der Grund für diese Entscheidung ist, dass diese Lieferungen Gegenstand gewaltsamer Militäraktionen werden können, und ich möchte noch einmal betonen, dass wir die Sicherheit Ungarns und des ungarischen Volkes gewährleisten und sicherstellen müssen, dass wir uns nicht in einen Krieg verwickeln“, schrieb Ungarns Außenminister Peter Szijjártó auf Facebook. Auch die Nachrichtenagentur SNA berichtete darüber.

Die Aufgabe der Regierung sei es, dafür zu sorgen, dass Ungarn nicht „am Krieg nebenan“ teilnehme. „Ungarn hat zur Aktivierung des europäischen Friedenssystems beigetragen, aber wir haben auch deutlich gemacht, dass wir keine Truppen und Waffen in die Ukraine schicken werden, weil wir in keinen Krieg verwirklicht werden wollen.“ Die Weigerung Ungarns, Waffenlieferungen der EU zu unterstützen, ist wirklich bemerkenswert, denn Ungarn ist selbst ein Mitglied der Europäischen Union (EU).