UMFRAGE: Jeder Vierte misstraut den deutschen Massenmedien

Bei einer Umfrage vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) misstraute jeder vierte Umfrageteilnehmer den deutschen Massenmedien.


Photo: CC BY-SA 3.0 / wikimedia.org / Sandro Halank

Im August und September 2020 führte das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) gemeinsam mit der Ruhr-Universität Bochum eine als repräsentativ deklarierte Umfrage mit 1100 Teilnehmern durch. Jeder vierte Teilnehmer glaubte, dass Politik und Medien „unter einer Decke“ stecken.

Seilschaften in Politik und Medien:

Während der sogenannten Corona-Krise hat das Misstrauen in Politik und Medien spürbar zugenommen. 26 Prozent der befragten Personen stimmten der Aussage zu: „Die Politik und die Medien stecken unter einer Decke.“ Auch die Aussage: „Es gibt geheime Organisationen, die großen Einfluss auf politische Entscheidungen haben“, wurde von 23 Prozent der Befragten geteilt. Besonders Nutzer von Youtube und Telegram misstrauen den Massenmedien.

Massenmedien sind „nicht glaubwürdig“:

Bereits im November 2019 führte das Meinungsforschungsinstitut Infratest Dimap im Auftrag des Westdeutschen Rundfunks (WDR) eine Umfrage zur Glaubwürdigkeit der Massenmedien durch. Schon damals gingen 37 Prozent der Umfrageteilnehmer davon aus, dass die Politik den Medien Vorgaben in der Berichterstattung macht. Außerdem schätzten 33 Prozent die Informationen der Medien als „nicht glaubwürdig“ ein.

Großes Misstrauen auch in anderen Ländern:

Später im Juli 2020 befragte das Meinungsforschungsinstitut Kantar im Auftrag der Friedrich-Naumann-Stiftung etwa 7.300 Menschen in sieben Ländern zu ihrer Mediennutzung während der sogenannten Corona-Krise. Dabei kam heraus, dass 44 Prozent der befragten Personen glaubten, dass Medien auf Druck von Regierungen Informationen über Sars-CoV-2 verschweigen.



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