Umfrage: 40 Prozent der Befragten haben Vorbehalte in Bezug auf Zuwanderer

Laut einer aktuellen Umfrage der Antidiskriminierungsstelle, welche als “repräsentativ” bezeichnet wird, hätten 40 Prozent der Befragten in Deutschland große oder sehr große Bedenken eine Wohnung an “Zuwanderer” zu vermieten. Etwa 30 Prozent der Umfrageteilnehmer fühlen sich unwohl bei dem Gedanken, Einwanderer als Nachbarn zu bekommen. Warum haben so viele Menschen Vorbehalte in Bezug auf Zuwanderung?


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Im Zuge der sogenannten „Flüchtlingskrise“ kamen mehrere Millionen Menschen nach Deutschland. Des weiteren will die Bundesregierung aktiv „Fachkräfte“ im Ausland werben. Doch viele Bundesbürger sehen die Migrationspolitik der Regierung sehr kritisch. Das ergab eine aktuelle Umfrage der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.

 

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Demnach hatten 40 Prozent der Befragten Bedenken eine Wohnung an Zuwanderer zu vermieten. Besonders groß waren die Bedenken bei der Vermietung eines Zimmers in der eigenen Wohnung. Demnach hatte etwa die Hälfte der Umfrageteilnehmer deutliche Vorbehalte. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes ist sich sicher: Diese Vorbehalte seien angeblich „rassistisch“ motiviert.

 

Für die angeblich repräsentative Umfrage wurden ca. 1000 deutschsprachige Personen über 16 Jahre zu ihren Erfahrungen auf dem Wohnungsmarkt befragt. Demnach hat jeder dritte Wohnungssuchende mit Migrationshintergrund (35 Prozent) von rassistischer Diskriminierung berichtet. „Oft reicht schon ein fremd klingender Name aus, um gar nicht erst zur Wohnungsbesichtigung eingeladen zu werden“, behauptet Bernhard Franke, kommissarischer Leiter der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Auch offen rassistische Wohnungsanzeigen würden immer noch zum Alltag gehören.