Telekom will über 40.000 Antennen auf 5G umrüsten

Das Kommunikationsunternehmen Telekom will in Deutschland noch in diesem Jahr mehr als 40.000 Antennen auf 5G-Mobilfunk umrüsten. Damit soll mehr als die Hälfte der Bevölkerung mit 5G versorgt bzw. bestrahlt werden. Der Begriff 5G bezeichnet die fünfte Generation der modernen Mobilfunk-Technologie. Bis zum Jahr 2025 will man in ganze Deutschland 80.000 Mobilfunkmasten auf 5G umstellen. Zusätzlich sollen bis zu 12.000 5G-Satelliten in den nächsten 5 Jahren in die Erdumlaufbahn gebracht werden und ein globales 5G-Netz rund um den Planeten bilden.


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Die fünften Generation des Mobilfunks (5G) wird von wirtschaftlich orientierten Massenmedien und von Wirtschaftslobbyisten seit Jahren als ein unausweichlicher technologischer Fortschritt beworben. Ein ultraschnelles mobiles Internet könne im Zuge der Digitalisierung die deutsche Wirtschaft revolutionieren, heißt es immer wieder. Doch Wissenschaftler und Mediziner warnen vor möglichen Langzeitschäden, welche diese hochfrequente 5G-Strahlung verursachen könnte.

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5G-Mobilfunk soll auf „jedem Acker, jedem Wald und an jeder Milchkanne“ verfügbar sein, meint Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU). „Deutschland braucht flächendeckend eine leistungsstarke Mobilfunkversorgung, damit alle Regionen, Haushalte und Unternehmen gleichermaßen von den Vorzügen der Digitalisierung profitieren können”, heißt es auf der Webseite der Bundesregierung.

Doch wie schädlich ist 5G für Menschen und Umwelt? Angeblich würden mehr als 20.000 wissenschaftliche Studien besagen, dass es – bei Einhaltung der Grenzwerte – keine Hinweise gäbe, dass Funkanwendungen gesundheitlich bedenklich sind, meint der Pressesprecher des Forums Mobilkommunikation (FMK), Gregor Wagner.

Dem gegenüber stehen hunderte Mediziner und Wissenschafter, die in einem internationalen Apell, welcher von über 293,642 Menschen aus etwa 200 Ländern unterzeichnet wurde, ausdrücklich vor dem flächendeckenden 5G-Ausbau warnen. Sie fordern einen sofortigen 5G-Ausbaustopp.

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Prof. Wilfried Kühling von der Luther-Universität Halle-Wittenberg, hält die 5G-Technologie für gefährlicher als es Politiker und Konzerne darstellen. „Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass die Hirnströme durch die hochfrequenten Strahlen des Mobilfunkes beeinflusst werden“, sagte der Professor in einem Gespräch mit Gabor Steingart.

Um gesundheitliche Folgen von 5G-Mobilfunk macht sich die Wirtschaft, welche großen Einfluss auf viele Massenmedien hat, keine großen Sorgen. Bis zum Jahr sollen allein in Deutschland etwa 80.000 Antennen auf 5G-Mobilfunk umgerüstet und bis zu 12.000 5G-Satelliten in die Erdumlaufbahn befördert werden. Viele Wissenschaftler und Mediziner befürchten, dass die gesundheitlichen Folgen einer globalen 5G-Bestrahlung langfristig noch gar nicht absehbar seien.