Werden Grippe-Fälle zu Corona-Infektionen umdeklariert?

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Robert-Koch-Institut (RKI) wurden seit März 2020 außergewöhnlich wenige Grippe-Fälle registriert. Den offiziellen Zahlen zufolge scheint die Grippe in Deutschland fast ausgestorben zu sein. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Bayern meldete von Oktober bis Mitte November gerade mal 16 Grippe-Fälle. Nun besteht der Verdacht, dass viele Grippe-Erkrankungen zu Corona-Infektionen umdeklariert wurden.

„Einen zweiten Lockdown will niemand“ und niemand hatte „die Absicht, eine Mauer zu errichten“

Der bayrische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte auf einer Videokonferenz im Nürnberger Heimatministerium, dass „niemand“ einen zweiten Lockdown will. Diese Aussage erinnert sehr an die Agitation des DDR-Staatsratsvorsitzenden Walter Ulbricht, kurz vor dem Bau der Berliner Mauer. „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten“, sagte Ulbricht am 15. Juni 1961 auf einer internationalen Pressekonferenz in Ost-Berlin.

„Wir fordern die Regierung auf, die Rundfunkpropaganda zu beenden“

Michael Ballweg, Organisator von Querdenken 711, forderte auf einer Demonstration in Berlin am sogenannten „Tag der Freiheit“ die Regierung dazu auf, die „Rundfunkpropaganda zu beenden“. Man wolle künftig 50 Prozent der Sendezeit nutzen, um Informationen zu veröffentlichen, welche bisher „der Bevölkerung vorenthalten wurden“.

„Kollateralschäden“: Lockdown könnte mehr als 178.000 Kleinkindern das Leben kosten

Der Wissenschaftler Derek Headey vom US-Entwicklungspolitik-Institut IFPRI hat in der Fachzeitschrift „The Lancet“ die Ergebnisse einer Studie veröffentlicht, in der die Folgen des globalen Lockdowns untersucht wurden. Dem zufolge könnten die verordneten Corona-Maßnahmen weltweit bis zu 178.500 Kindern unter fünf Jahren das Leben kosten. Allein in Deutschland seien tausende zusätzliche Sterbefälle zu vermuten, weil lebensnotwendige Operationen verschoben wurden, sagte der Arzt Dr. Heiko Schöning unter Berufung auf ein Dokument eines ehemaligen Mitarbeiter des Bundesinnenministeriums.

Virologe kritisiert Panikmache: „Zu viele Ängste wurden geschürt“

Der Virologe Prof. Dr. Hendrik Streeck von der Uniklinik Bonn kritisierte in einem Interview die Panikmache während der sogenannten Corona-Krise. „Mir wurde von vielen Seiten zu viel gewarnt, zu viele Ängste wurden geschürt“, sagte Streeck bereits im Juni 2020 der Saarbrücker Zeitung. Es sei immer leicht zu warnen, aber schwierig, eine realistische Einschätzung zu geben, meint der Virologe. Studien aus Heinsberg, Gangelt und Ischgl belegen, dass es sich bei Sars-CoV-2 nicht um ein besonders gefährliches Virus handelt.