Kramp-Karrenbauer will Bundeswehr aufrüsten und nach Afrika schicken

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat anlässlich der Bundeswehrtagung 2020 eine Rede über ihre aktuellen Pläne gehalten. Demnach soll die Bundeswehr massiv aufgerüstet werden. Allerdings weniger, um das Territorium der Bundesrepublik zu verteidigen, sondern mit der Absicht, die Bundeswehr gegeben falls unter anderem nach Afrika zu schicken. Angeblich müsse man „unser „Flanken” schützen.

Kramp-Karrenbauer will Bundeswehr in die Sahara schicken

Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer (CDU) fordert mehr Auslandseinsätze der Bundeswehr. Deutschland dürfe sich “nicht wegducken”, während Frankreich, das mit einem “viel robusterem Auftrag unterwegs” ist, seinen militärischen Einfluss in Afrika ausweitet. Die Bundeswehr müsse in die südliche Sahara geschickt werden, um die eigenen Interessen durchzusetzen.

„Verteidigungsministerium“ will 2500 Soldaten nach Syrien schicken

Das Verteidigungsministerium plant laut Spiegel-Informationen einen Auslandseinsatz mit bis zu 2500 Bundeswehrsoldaten in Syrien. Angeblich wolle man eine militärische Schutzzone einrichten. Die Deutschen sollen dabei eine Führungsrolle übernehmen und drei robuste Kampfbataillone bereitstellen.

„Defender 2020“: USA schicken 20.000 Soldaten nach Europa

Für die USA wird „Defender 2020“ die größte Nato-Übung dieser Art nach Ende des Kalten Krieges sein, berichtet die WELT. Dabei wird unter anderem die Verlegung der Streitkräfte nach Europa geübt.

 

Public Domain (CC0) – A1C Jordan Castelan (wikimedia.org)

Der zentrale Dreh- und Angelpunkt der Übung wird Deutschland sein. Von dort aus ziehen die Streitkräfte nach Polen und ins Baltikum weiter. Daher wird es im Mai und April 2020 in der Bundesrepublik zu erhöhten Militäraktivitäten kommen.

 

Dazu seien drei sogenannte Convoy-Support-Zentren für die Marschkolonnen und der Aufbau einer Tankanlage auf dem Truppenübungsplatz Bergen in der Lüneburger Heide geplant, berichtet die WELT.

 

Mit der US-geführten Übung „DEF 20“ soll eine schnelle Verlegbarkeit größerer Truppenteile über den Atlantik und durch Europa geübt werden, um sicherzustellen, dass die entsprechenden Verfahren im Krisenfall funktionieren.

 

Deutschland hätte angeblich ein wesentliches Interesse, unter Beweis zu stellen, dass es bereit ist als Drehscheibe und Transitland eine zentrale Rolle im nächsten Nato-Krieg zu erfüllen und damit einen substanziellen Beitrag für die “gemeinsame europäische und euroatlantische Sicherheit” leisten könne, berichtet das RedaktionsNetzwerk Deutschland.