Spanien: Steuer auf Lebensmittel vorübergehend ausgesetzt

Veröffentlicht von Redaktion
Symbolbild: CC0 / Pxhere.com
Die spanische Regierung setzt die Steuer auf Lebensmittel für ein halbes Jahr aus, um die Bevölkerung zu entlasten. Solche Maßnahmen wünscht man sich auch in Deutschland.

Maßnahmen zur Entlastung der Haushalte:

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez hat Maßnahmen vorgestellt, die die Wirtschaft und insbesondere Privathaushalte entlasten sollen. Dazu gehört, dass Lebensmittel und Mieten erschwinglich bleiben sollen. Um Lebensmittel wieder billiger zu machen, senkt die Regierung den ermäßigten Mehrwertsteuersatz für Grundnahrungsmittel. Im ersten Halbjahr 2023 wird für Lebensmittel wie Brot, Mehl, Milch, Käse, Eier, Obst oder Gemüse überhaupt keine Mehrwertsteuer mehr fällig.

 

Armut in Deutschland nimmt massiv zu:

Die Anzahl der Menschen, die auf Lebensmittelspenden angewiesen sind, hat sich in nur einem Jahr verdoppelt. Die Tafeln in Deutschland haben im Jahr 2022 einen großen Anstieg der Besucherzahlen verzeichnet. Laut eigenen Angaben besuchten im Schnitt etwa 50 % mehr Menschen die Angebote als im Vorjahr. „Wir sprechen über etwa zwei Millionen Menschen, die zu den Tafeln kommen“, sagte der Bundesvorsitzende Jochen Brühl dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Der Vorsitzende des Dachverbands Tafel Deutschland, Jochen Brühl, erklärte, dass die Tafeln inzwischen dermaßen überlastet seien, dass rund ein Drittel Aufnahmestopps verhängen mussten. Besonders Senioren und Familien, die bislang knapp über die Runden gekommen sind, nutzen nun verstärkt die Angebote der Tafeln. In Berlin hat die Tafel, die monatlich 660 Tonnen Lebensmittel verteilt, zusätzlich zu den 47 regulären Ausgabestellen acht weitere eingerichtet, um dem erhöhten Bedarf gerecht zu werden.

Eine Reduzierung des Steuersatzes für Lebensmittel, wie in Spanien, wäre eine mögliche Maßnahme zur Entlastung der deutschen Bundesbürger.




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