So funktioniert der Betrug mit der Riester-Rente – News 23

So funktioniert der Betrug mit der Riester-Rente

Eine unabhängige Untersuchung hat ergeben, dass einige Anbieter und Vermittler von Riester-Renten sich bis zu 38 Prozent der Renten-Beiträge selbst in die Tasche stecken.

Photo: Public Domain (CC0) / pixabay.com / Hallmackenreuther

Das große Geschäft mit der Rente:

Die Bürgerinitiative Finanzwende hat die Kosten von 65 Riester-Rentenversicherungen anhand der offiziellen Muster-Produktinformationsblätter untersucht. Wer über einen Zeitraum von 30 Jahren etwa 1200 Euro pro Jahr (einschließlich staatlicher Zuschüsse) in eine Riester-Versicherung einzahlt, verliert durchschnittlich etwa ein Viertel des eingezahlten Geldes. Bei jedem dritten Renten-Vertrag beträgt der Verlust sogar bis zu über 30 Prozent.

Alle wollen mitverdienen:

Bei fondsgebundenen Rentenversicherungen verdient nicht nur die Versicherung an den eingezahlten Renten-Beiträgen, sondern auch der Versicherungsvermittler und die jeweilige Fondsgesellschaft. Wenn der Kunde irgendwann in Rente geht, ist von der gesparten Riester-Rente oft nicht mehr viel übrig.

Staatlich subventioniertes Beschäftigungsprogramm:

„Die Branche hat es schlicht versäumt, ihre Hausaufgaben zu machen und die Kostenapparate anzupassen. Insofern kann man die staatlichen Zulagen für Riester-Renten auch als eine Art subventioniertes Beschäftigungsprogramm für Vertriebe verstehen”, heißt es in einem Bericht der Initiative Finanzwende.

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