Silvester: Angriffe auf Einsatzkräfte im gesamten Bundesgebiet

Veröffentlicht von Redaktion
Foto: Berlin / Silversternacht 2022/2023
In der Silvesternacht soll es im gesamten Bundesgebiet Angriffe auf Rettungs- und Sicherheitskräfte gegeben haben. Die Belastung für Polizisten, Feuerwehrleute und Sanitäter sei unvorstellbar gewesen.

Start ins neue Jahr 2023:

In zahlreichen deutschen Städten gab es massive Angriffe auf Mitarbeit von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten. Für besonders viele Schlagzeilen sorgten die Ausschreitungen in Berlin. Doch auch aus vielen anderen Städten gibt es ähnliche Meldungen.

 

Niedersachsen:

Die Gewalt gegen Einsatzkräfte sei beispielsweise beim niedersächsischen Feuerwehrverband schon seit einigen Jahren ein bekanntes Problem. Laut dem Verbandspräsidenten Olaf Kapke hat es in diesem Jahr eine neue Höhe erreicht und ist schlimmer als je zuvor. „Aber was in diesem Jahr abgegangen ist, das toppt alles“, zitierte der NDR den Feuerwehrmann. Unter anderem sollen Randalierer in Vechta die Feuerwehr angegriffen haben, als diese einen Brand löschte. Ortsbrandmeister Christian Heitmann sprach von einer „bewussten Gefährdung von Menschen“.

 

Nordrhein-Westfalen:

„In der Silvesternacht waren in einigen Städten Krawalle und Angriffe auf Einsatzkräfte wie zum Beispiel die Polizei zu verzeichnen. In der Bochumer Innenstadt attackierten etwa 300 Menschen Polizisten mit Feuerwerkskörpern, nachdem diese einem 17-Jährigen eine Pistole abgenommen hatten“, berichtete das Presseportal „Der Westen„.  Auch in Essen kam es im Bereich des Steeler Wasserturms aus einer Gruppe von 200 Personen zu Angriffe auf Fahrzeuge und andere Personen mit Böllern und Raketen. Zahlreiche deutsche Städte waren von Ausschreitungen betroffen. „Es ist nicht akzeptabel, dass Einsatzkräfte oder Menschen, die helfen wollen, attackiert werden. Das muss strafrechtlich verfolgt werden“, forderte eine Sprecherin der Gewerkschaft der Polizei (GdP).

 

Berlins Bürgermeisterin:

Es ist natürlich absolut unakzeptabel, was hier passiert ist. Wir haben eine sehr hohe Zahl an Einsatzkräften im Einsatz gehabt, dreimal so viele Feuerwehrleute wie normalerweise in normalen Nächten. Die Polizei war in großer Mannstärke hier im Einsatz. Aber diese Art der Zerstörungswut, der Angriffe auf Rettungskräfte, der wirklich massiven Angriffe und Verletzungen von Personen, die in Kauf genommen worden sind, das ist eine neue Qualität“, sagte Franziska Giffey (SPD) in einem Interview mit N-TV.

 

Opposition fordert Aufklärung:

„Es ist nun die Aufgabe von Politik und Justiz das Geschehene aufzuarbeiten und harte Strafen zu verhängen. Aufzuklären ist auch, Personen hier massive Straftaten begangen haben, gab es doch Vorfälle dieser Intensität noch vor einigen Jahren nicht“, erklärte der Bundestagsabgeordnete Stephan Brandner in einer Pressemitteilung. Gewalt gegen Einsatzkräfte sei inakzeptabel und hart zu bestrafen.




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