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“Russland und China stellen sich im Kriegsfall hinter den Iran”

Die Spannungen im Nahen und Mittleren Osten scheinen weiter zu zunehmen. Dem Iran wird vorgeworfen auf der wichtigsten Handelsrouten in der Region zwei Schiffe angegriffen zu haben. Dieser weißt die Vorwürfe zurück.

 

Public Domain (CC0) – earthobservatory.nasa.gov

Der iranische Parlamentspräsident Ali Laridschani hat sogar angedeutet, dass die USA selbst darin verwickelt sein könnten: „Es scheint, dass die verdächtigen Handlungen auf den Tankern im Golf von Oman die Wirtschaftssanktionen vervollständigen, denn sie (die USA) haben keinerlei Resultate mit diesen Sanktionen erzielt“, zitieren die iranischen Nachrichtenagenturen Irna und Isnaden iranische Parlamentspräsident.

 

Demnach verwies Ali Laridschani auf den Angriff auf Pearl Harbor während des Zweiten Weltkriegs. Damals hätten die USA „ihre eigenen Schiffe ins Visier genommen“, um ihren Kriegseintritt gegen Japan zu rechtfertigen, meint Laridschani.

 

Tatsächlich gibt es in den USA und in anderen Nato-Ländern sogenannte Hardliner, welche militärische Interventionen gegen den Iran befürworten. Dies würde zwangsläufig Russland und China auf den Plan rufen, meint Nahost Experte Michael Lüders.

 

Public Domain (CC0) – .S. Navy photo by Mass Communication Specialist 3rd Class James

“Russland und China stellen sich im Kriegsfall hinter den Iran”, sagte Lüders in einem Interview. Ihm zufolge gibt es verschiedene Akteure, die in Frage kommen für die Angriffe im Golf von Oman verantwortlich zu sein.

 

Es wäre zwar nicht auszuschließen, dass Revolutionsgardisten aus dem Iran hinter den Angriffen stecken, genau so gut wäre es laut Lüders auch möglich, dass andere Staaten in der Region die USA in eine bewaffnete Konfrontation mit dem Iran drängen wollen.

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