Präsident von Lettland fordert permanente US-Truppenstationierung

Die Führung Lettlands hat dazu aufgerufen, dass US-Truppen dauerhaft im Baltikum stationiert werden sollen. Diese Maßnahme würde Russland von einer „Aggression über die Ukraine hinaus“ abhalten, so der lettische Präsident Levits. Doch eine dauerhafte Stationierung von US-Streitkräften könnte auch als eine Provokation aufgefasst werden und die Situation weiter verschärfen.


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USA als vermeintliche Schutzmacht:

Angesichts der russischen Offensive in der Ukraine hat Lettlands Präsident Egils Levits eine „ständige Präsenz“ von US-Truppen im Baltikum gefordert. Er argumentierte, dies würde Moskau von einer „Aggression über die Ukraine hinaus“ abhalten.

Russland hat wiederholt erklärt, dass es keine Angriffe auf andere Länder plane, und darauf bestanden, dass seine Aktionen in der Ukraine dem Schutz der russischsprachigen Bevölkerung im Donbass dienten.

In einem Interview mit CNN sagte der lettische Präsident, eine ständige US-Militärpräsenz in der Region sei „absolut“ notwendig: „Die NATO sollte ihre Ostflanke, das Baltikum, Polen und Rumänien stärken. Damit dies ein starkes Signal an Moskau ist, dass die NATO bereit ist, die Mitgliedsstaaten zu verteidigen. Ich begrüße auch die US-amerikanischen Truppen in Polen und im Baltikum. Wir brauchen eine ständige Präsenz von US-Truppen in diesem Gebiet.“

Levits beschuldigte Russland, „Aggressionsgedanken jenseits der Ukraine“ zu hegen – was Moskau bestreitet – und argumentierte, dass eine ständige Präsenz von NATO-Truppen im Baltikum eine „Antwort“ auf die angebliche russische Bedrohung der Region wäre.