Physik-Professor: Energiewende wird platzen wie eine Seifenblase

Der Physik-Professor Sigismund Kobe äußerte sich in einem Gespräch mit dem Presseportal EIFELON über die Energiepolitik der Bundesregierung. „Wenn weiterhin wie bisher natur- und ingenieurwissenschaftlichen Prinzipien ausgeblendet werden, wird das gesamte bisherige Konzept der Energiewende platzen wie eine bunte Seifenblase.“ Dem Physiker zufolge herrsche unter den Verantwortlichen Unwissenheit über die physikalischen Gesetze, die der Energiewende zugrunde liegen.

Featured Video Play Icon
Creative Commons (CC0) / pixabay.com / hpgruesen

Besonders die Versorgungssicherheit bereitet dem Professor große Sorgen. Ein Monitoringbericht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie nach § 63 i.V.m. § 51 EnWG zur Versorgungssicherheit im Bereich der leitungsgebundenen Versorgung mit Elektrizität vom Juni 2019 geht davon aus, dass die Verfügbarkeit der Energieträger für die Stromerzeugung insgesamt als gesichert einzuschätzen sei. Doch der Physiker Sigismund Kobe zweifelt diese Behauptung an.

 

CC BY 2.0 / flickr.com / bugdriver

„Fachkundige sind entsetzt und schlagen Alarm“, zitiert EIFELON den Professor. Das Energiesystem ist sehr komplex, die technologischen Anforderungen unter den Bedingungen von zeitlich schwankender Stromeinspeisung wurden in der Vergangenheit „sträflichst vernachlässigt“, sagte der Professor dem Presseportal. Sigismund Kobe sieht darin den Hauptgrund für Konflikte bei der Umsetzung der Maßnahmen der Energiewende.

 

„Einer der Fehler, den die meisten Befürworter der Energiewende machen, ist es, alle erneuerbaren Energiequellen in einen Topf zu werfen, anstatt sie differenziert zu betrachten“, meint der Physiker. Mit Wasserkraft- und Biogasanlagen lasse sich Strom weitgehend nach den Bedürfnissen der Verbraucher bereitstellen, Windkraft- und Solaranlagen dagegen seien aus physikalischen Gründen dazu nicht in der Lage.