Massenmedien sind „moderne Massenvernichtungswaffen“

Der georgische Politiker Davit Narmania bezeichnete westliche Massenmedien und soziale Netzwerke als „moderne Massenvernichtungswaffen“, vor denen man sich nicht mit Raketenabwehr- und Luftabwehrsystemen schützen und sich nicht in einem Luftschutzkeller verstecken könne.


Photo: Steffen Schwarzkopf & Paul Ronzheimer

Informationskrieg in Zeiten der Digitalisierung:

Der Verfassungsausschuss des österreichischen Parlaments bezeichnete den russischen Nachrichtensender Russia Today (RT) als ein „Instrument der Kriegsführung“. Mit dieser Begründung wurde der Sender in Österreich verboten und die Verbreitung seiner Inhalte unter Strafe gestellt. Doch, dass auch westliche Massenmedien Kriegswaffen sind, die schon vor der russischen Militäroperation in der Ukraine im Zuge einer hybriden Kriegsführung gezielt gegen Russland eingesetzt wurden, verschweigt man der breiten Öffentlichkeit.

Das Zeitalter der Smartphones und sozialen Netzwerken habe neue Möglichkeiten der Propaganda eröffnet, schrieb der georgische Politiker Davit Narmania in einem Artikel. Einzelne Personen seien wehrlose Ziele im Informationskrieg und werden zu Opfern dieser „modernen Massenvernichtungswaffen“. Fake News in sozialen Netzwerken bezeichnete Narmania als Propagandagranaten, die jeder aufheben und in Chatrooms mit Verwandten, Freunden, Kollegen und so weiter werfen könne.

Fake News, Proapganda und Desinformationen:

Massenmedien werden von Regierungen tatsächlich als ein „Instrument der Kriegsführung“ genutzt, wie beim Angriffskrieg der USA gegen den Irak, als man der Weltöffentlichkeit vormachten, dass der Irak biologischen und chemischen Massenvernichtungswaffen besäße. Oder beim Angriffskrieg der NATO auf Jugoslawien, als man behauptete, es drohe ein neues Auschwitz. Diese Behauptungen, welche als Begründungen für die Angriffe genutzt wurden, waren scheinbar frei erfunden. Doch mit penetranter Propaganda hämmerten westliche Massenmedien diese Lügen in die Köpfe der Menschen und erzeugten die Zustimmung der Bevölkerung, welche die Kriegstreiber brauchten, um ungehindert souveräne Länder angreifen und hemmungslos zu bombardieren zu können.

Soziale Netzwerke als digitale Kriegsfront:

Natürlich sei es naiv, die Leser dazu zu drängen, die Verwendung sozialer Netzwerke aufzugeben, aber man solle sich zumindest die Frage stellen, wer davon profitiert, was einem in diesen Netzwerken und den Massenmedien gezeigt wird, meint Davit Narmania. Die moderne Kriegsfront verliefe mittlerweile durch jeden Haushalt, jedem Handy, jedem Computer. Und gegen die Verbreitung von gezielten Fake News und Desinformationen helfe nur eine Waffe: „Die Wahrheit.“

Warren P. Strobel schrieb in einem Bericht, dass die US-Regierung im Dezember 2021 eine „neue Front im Informationskrieg mit Russland“ eröffnet habe. Die US-Regierung habe eine beispiellose Anstrengung ausgelöst, US-Geheimdienste zu nutzen, um das „Schlachtfeld von Europas blutigstem Konflikt seit Jahrzehnten“ zu gestalten. Westliche Massenmedien und soziale Netzwerke dienen auf diesem Schlachtfeld als „moderne Massenvernichtungswaffen“. Sie geben den Kriegstreibern Rückendeckung und erzeugen eine Zustimmung der Bevölkerung, welche benötigt wird, um ungehindert von Massenprotesten massive Waffenlieferungen und Truppenverlegungen an die Front nach Osteuropa durchführen zu können.