Lauterbach: „Öffnungsschritte werden zum größten Teil nie umgesetzt“



Man könnte den Eindruck bekommen, dass die Bundesregierung die Bevölkerung permanent an der Nase herumführt. Der SPD-Politiker Karl Lauterbach sagte in einem Interview, dass die (von der Regierung) beschlossenen Öffnungsschritte zum „größten Teil nie umgesetzt“ werden.


Photo: CC BY-SA 4.0 / Wikimedia.org / Raimond Spekking

Seit mehreren Monaten befindet sich Deutschland im Dauer-Lockdown, obwohl die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung sehr umstritten sind.

Einige Bundesländer haben Anfang März die Maßnahmen etwas gelockert. Zuvor wurde auf einer Ministerkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ein Öffnungsplan vereinbart. Doch die „Öffnungsschritte, die in dem Papier drin sind, werden zum größten Teil nie umgesetzt, weil die Voraussetzungen dafür – entweder stabile oder gar sinkende Fallzahlen – nie erreicht werden“, sagte Karl Lauterbach (SPD) in einem Interview mit NTV.

Ein Grund dafür, dass die Fallzahlen nicht entsprechend sinken, ist die Tatsache, dass die Bundesregierung sich ständig neue Ideen einfallen lässt, wie man die Zahlen künstlich in die Höhe treiben kann. Beispielsweise will die Regierung allen Bürgern kostenlose Schnelltests zur Verfügung stellen und es sollen in Supermärkten sogenannte Selbsttests angeboten werden.

Doch der Experte Dagmar Lühmann, Erster stellvertretende Vorsitzende des Netzwerks evidenzbasierte Medizin, warnte in den Stuttgarter Nachrichten (StN) vor der Ungenauigkeit dieser Schnelltests. „Es wird vermutlich mehr falsch positive Ergebnisse geben als richtig positive“, zitierte die Zeitung den Experten. Die geplanten Massentests auf Coronainfektionen werden aller Voraussicht nach dazu führen, dass viele Menschen ein positives Testergebnis erhalten, ohne mit dem Virus infiziert zu sein, heißt es in einem Bericht der Stuttgarter Nachrichten (StN).



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