Kritische Berichterstattung wird zunehmend schwieriger gemacht

Unabhängige und kritische Berichterstattung wird in Deutschland immer schwieriger gemacht. Berichtet man kritisch über bestimmte Themen, schränken Dienste wie Google, Facebook und Youtube die Reichweite und Auffindbarkeit der Beiträge massiv ein. Doch wer Pressearbeit im Internet betreiben möchte, ist auf diese Unternehmen angewiesen, da sie eine gewisse Monopolstellung besitzen.


Creative Commons (CC0) / pixabay.com / Tumisu

Die Bundesregierung setzt Soziale Netzwerke und Suchmaschinen extrem unter Druck. Unter dem Vorwand illegale Inhalte und Hasskommentare bekämpfen zu wollen, werden regelmäßig repressive Gesetze verabschiedet. Wie Kritiker bei der Verabschiedung des Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) befürchteten, wird dabei nicht nur gegen strafbare Inhalte vorgegangen, sondern auch gegen Inhalte, welche absolut legitim sind.

 

CC0 1.0 / pixnio.com

Zum Beispiel werden Berichte von unabhängigen Medien über das Thema Coronavirus in vielen Fällen systematisch unterdrückt. Netzwerke wie Facebook zeigen die Beiträge einfach nicht oder kaum im NewsFeed an. Die Berichte existieren zwar auf der Plattform, können aber nicht ohne weiteres gefunden werden. Solche Maßnahmen werden als Schattenbann bezeichnet.

 

Selbst eine Seite mit Zehntausenden Abonnenten erreicht dann kaum noch Leser. Dies kann zum Einbruch der Werbeeinnahmen führen und bringt kleine Medienunternehmen schnell in eine schwierige Lage. Etablierte Massenmedien des öffentlich-rechtlichen Rundfunks werden hingegen für ihre regierungsnahe Berichterstattung mit mehreren Milliarden Euro unterstützt. Das Resultat ist eine zunehmende Gleichschaltung der Medienlandschaft.