Kriegsgegner fordern Stopp der Waffenlieferungen an die Ukraine

Prominente Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Bereichen fordern in einem offenen Brief, keine weiteren Waffen an die Ukraine zu liefern. Stattdessen solle ein Waffenstillstand verhandelt und eine politische Lösung des Konflikts angestrebt werden.


Photo: CC BY 2.0 / Flickr.com / manhhai

Mehr Waffen, mehr Opfer:

In Deutschland gehört es inzwischen zur politischen Korrektheit, Waffenlieferungen an die Ukraine zu befürworten. Als würde dies dazu beitragen, den schrecklichen Krieg in Osteuropa zu beenden. In Wirklichkeit ist genau das Gegenteil der Fall. Der Krieg wird durch westliche Waffenlieferungen unnötig in die Länge gezogen und Opferzahlen in die Höhe getrieben.

Vor diesem Hintergrund fordern 20 Persönlichkeiten aus Bereichen wie Politik, Medien und Kunst ein Stopp der Waffenlieferungen, welche im schlimmsten Fall in einem Atomkrieg münden könnten. Deutschland sei aufgrund der militärischen Unterstützung der Ukraine faktisch zu einer Kriegspartei geworden. Waffenlieferungen würden den Krieg nur verlängern und zu noch größeren Zerstörungen und mehr Opfern führen, so die Verfasser des offenen Briefes, über den auch RT berichtete.

Zitat aus dem Brief:

„Uns eint, dass wir gemeinsam vor einer unbeherrschbaren Ausweitung des Krieges mit unabsehbaren Folgen für die gesamte Welt warnen und uns gegen eine Verlängerung des Krieges und Blutvergießens mit Waffenlieferungen einsetzen. Mit der Lieferung von Waffen haben sich Deutschland und weitere NATO-Staaten de facto zur Kriegspartei gemacht.“

 

Eskalationspotential:

Der Krieg berge die reale Gefahr einer Ausweitung und nicht mehr zu kontrollierenden militärischen Eskalation ‒ ähnlich der im Ersten Weltkrieg. Am Ende müsse die Logik des Krieges durch eine „mutige Friedenslogik“ ersetzt werden, wozu die Schaffung einer neuen „europäische(n) und globale(n) Friedensarchitektur unter Einschluss Russlands und Chinas“ gehören müsse.

Die Autoren des Briefes richten sich mit ihrer Forderung direkt an den deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz: „Wenn Verantwortung tragende Menschen wie Sie, sehr geehrter Herr Bundeskanzler, diese Entwicklung nicht stoppen, steht am Ende wieder der ganz große Krieg. Nur diesmal mit Atomwaffen, weitreichender Verwüstung und dem Ende der menschlichen Zivilisation.“ Die Vermeidung von immer mehr Opfern, Zerstörungen und einer weiteren gefährlichen Eskalation müsse daher absoluten Vorrang haben.