Kriegsdienstverweigerung hat in Deutschland erheblich zugenommen

Veröffentlicht von Redaktion
Foto: CC0 / Getarchive.net / U.S. National Archives
Die Anzahl der Kriegsdienstverweigerer ist im Jahr 2022 sprunghaft angestiegen und hat sich im Vergleich zum Vorjahr fast verfünffacht. Offensichtlich haben viele Bundeswehrsoldaten, Reservisten und Ungediente keine Lust, sich verheizen zu lassen.

Kein Bock auf Kriegseinsätze:

Ein Sprecher des Bundes­amtes für Familie und zivil­gesellschaftliche Aufgaben teilte dem Redaktions­Netzwerk Deutschland (RND) mit, dass hunderte zusätzliche Anträge auf Kriegsdienstverweigerung im Jahr 2022 eingegangen seien. „Im Jahr 2021 sind im Bundesamt für Familie und zivil­gesellschaftliche Aufgaben 201 Anträge auf Kriegsdienst­verweigerung eingegangen, im Jahr 2022 waren es insgesamt 951 Anträge“, zitierte RND den Sprecher.

 

Migranten und Frauen sollen rekrutiert werden:

Die Bundeswehr soll von 183.000 auf 203.000 Soldaten vergrößert werden. Doch man hat große Schwierigkeiten, ordentliche Rekruten zu finden. Deswegen hat Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) eine Reform der Bundeswehr angekündigt, worüber auch N-TV berichtete. Demnach sollen künftig mehr Frauen und Migranten rekrutiert werden. Lambrecht will ein „nachhaltiges Vielfaltsmanagement“ einführen, um in der Bundeswehr unterrepräsentierte Gesellschaftsgruppen wie Frauen und „Deutsche“ mit Migrationshintergrund für den Dienst zu gewinnen.




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