Israel: Ungeimpfte Menschen werden zunehmend diskriminiert

Das israelische Parlament hat ein Gesetz verabschiedet, welches bestimmten Behörden erlaubt, die Kontaktdaten von ungeimpften Menschen weiterzugeben. Diese sollen künftig durch beispielsweise Telefonanrufe zur Impfung gedrängt werden. Wer sich nicht impfen lässt, wird gewissermaßen vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen.


CC BY-NC 2.0 / flickr.com / Israel Defense Forces

In Israel werden ungeimpfte Menschen behandelt wie sogenannte „Untermenschen“ in den 1930er Jahren. Sie dürfen während des Lockdowns keine geschlossenen Einrichtungen wie Fitnessstudios betreten. Es werden Listen erstellt mit den Kontaktdaten der Ungeimpften, welche durch „persönliche Ansprache“ zum Impfen „ermutigt“ werden sollen, heißt es in einer Mitteilung des israelischen Parlaments.

Frishman Beach, Tel Aviv

Ein Video im Internet zeigt Liegeplätze am Strand von Tel Aviv, auf denen nur geimpfte Menschen liegen dürfen. „Reserved for vaccinated People only“, steht auf den Liegeplätzen geschrieben. Auf Deutsch: „Reserviert nur für geimpfte Menschen“. Wer sich impfen lässt erhält einen Grünen Pass, darf während des Lockdowns geschlossene Einrichtungen wie Fitnessstudios betreten und erhält Freibier und Pizza. Wer sich nicht impfen lässt, darf an bestimmten Stellen nicht mal eine Strandliege benutzen. Auch in Deutschland wird die Diskriminierung von ungeimpften Menschen diskutiert.