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Hanau: Einige Migranten misstrauen der allgemeinen Berichterstattung

Die dramatische Bluttat von Hanau sorgt in diesen Tagen für Fassungslosigkeit. Angeblich hat ein mutmaßlicher Rechtsextremist insgesamt 10 Menschen und sich selbst erschossen. Es handle sich um einen Einzeltäter, der aus rassistischen Motiven die Morde begangen hat, behaupten die Massenmedien.

 

CC BY-SA 2.0 / Christoph Scholz / flickr.com

Trotzdem halten sich hartnäckige Gerüchte, dass es mehrere Täter geben haben könnte und die Spur zu einem arabischen Clan in Frankfurt führt. Diese Informationen werden aber in den Massenmedien völlig ausgeblendet und man konzentriert sich ausschließlich darauf ein rechtsextremes Täterprofil zu konstruieren.

 

Der Extremismus-Experte Peter Neumann sagte in einem Interview, dass es sich beim mutmaßlichen Täter um keinen typischen Rechtsextremisten handelt. Angebliche handle es sich um etwas anderes, das „gar nichts mit den traditionellen rechtsextremen Strukturen zu tun” hat. Eine junge Frau, offensichtlich mit Migrationshintergrund, behauptet in einer Audionachricht, dass der angebliche Täter Geldwäsche für „diese arabische Mafia” betrieben hat, dann Ärger mit denen bekam, woraufhin man ihn und seine Mutter ermordete. Der Clan soll auch für die Morde in der Shishar-Bar und dem Kiosk verantwortlich sein. „Ihr scheißt euch selber vor dieser arabischen Mafia ein”, wirft die junge Frau der Polizei vor. Wie sie zu dieser Theorie kommt, erklärt die Frau, deren Identität unbekannt ist, nicht.

 

Es ist ebenso möglich, dass der mutmaßliche Täter tatsächlich für die Tat verantwortlich ist. Doch warum sprechen unterschiedliche Augenzeugen von mehreren Tätern und warum verschweigen die Massenmedien alle Informationen, welche nicht in die Theorie des Einzeltäters passen?

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