Anschlag in Hanau hat nichts mit „traditionellen rechtsextremen Strukturen zu tun”

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich zum Anschlag in Hanau geäußert und die Tat verurteilt. „Wir stellen uns denen, die versuchen, in Deutschland zu spalten, mit aller Kraft und Entschlossenheit entgegen”, erklärte Merkel in Berlin. Der mutmaßliche Täter, welcher offensichtlich psychisch krank war, wird von Politikern und Medien als Rechtsextremist dargestellt. Doch der Extremismus-Experte Peter Neumann sagte in einem Interview, dass es sich bei diesem Täter um keinen typischen Rechtsextremisten handelt. Angebliche handle es sich um etwas anderes, das „gar nichts mit den traditionellen rechtsextremen Strukturen zu tun” hat. Genau so war es auch beim Anschlag in Halle. „Das war kein typischer Neonazi”, erklärte Peter Neumann im Deutschlandfunk.


Hanau / Shisha Bar Lounge

Die Reaktion von Politik und Medien auf den Anschlag in Hanau, welcher auch Merkmale eines Amoklaufs aufweist, ist wirklich bemerkenswert. Obwohl der mutmaßliche Täter offensichtlich psychisch krank war, wird er als Rechtsextremist deklariert, um die Tat politisch instrumentalisieren zu können.

 

Der Extremismus-Experte Peter Neumann sagte der BILD, dass er den mutmaßlichen Täter für keinen typischen Rechtsextremisten hält und betonte, dass es sich um ein neues Phänomen handelt. Bei den jüngsten Anschlägen in Hanau, Halle, Christchurch etc. handle es sich um neue Bewegung, welche „gar nichts mit den traditionellen rechtsextremen Strukturen zu tun” hat.

 

Auch der Täter von Halle, welcher offensichtlich ebenfalls psychische Probleme hatte, war „kein typischer Neonazi”, sagte Neumann bereits im Oktober 2019 in einem Interview mit dem Deutschlandfunk. Das spielt für Medien und Politiker aber keine Rolle, wenn sich solche Verbrechen politisch instrumentalisieren lassen, um politischen Gegnern zu schaden.