„Fridays gegen Altersarmut“: Mehr als  325.000 Mitglieder auf Facebook

Während in Deutschland ständig über das Klima gesprochen wird, löst sich die Altersvorsorge von Millionen Menschen in Luft auf. Vermutlich werden viele junge Klimaaktivisten ein böses Erwachen erleben, wenn sie das Rentenalter erreichen. Vor diesem Hintergrund haben sich mehr als 258.000 Facebook-Nutzer der Gruppe „Fridays gegen Altersarmut“ angeschlossen und organisieren dort bundesweit Mahnwachen.


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Tausende junge Menschen haben gewisser Maßen ihre berufliche Zukunft aufs Spiel gesetzt, indem sie Woche für Woche zu den Demonstrationen von „Fridays for Future“ gefahren sind. Doch was bringt den jungen Leuten ein gutes Klima, wenn sie im Rentenalter in Armut leben müssen und es ihren Kindern kaum besser gehen wird?

 

„Fridays gegen Altersarmut“

Aus diesem Grund haben sich bereits mehr als eine Viertelmillionen Facebook-Nutzer der Bewegung „Fridays gegen Altersarmut“ angeschlossen. In einer Facebook-Gruppe können Mitglieder miteinander kommunizieren und Mahnwachen organisieren. Eine aktuelle Studie geht davon aus, dass bis 2039 jeder fünfte Rentner in Deutschland von Altersarmut betroffen sein könnte.

 

Doch in Wirklichkeit sind bereits jetzt schon etwa 9,3 Millionen Menschen von Altersarmut bedroht. 51,4 Prozent der Rentner erhielten im Jahr 2018 weniger als 900 Euro im Monat. Laut dem Statistischen Bundesamt galten bereits 2018 etwa 19,5 Prozent aller Rentnerhaushalte, also jeder Fünfte, als armutsgefährdet. Doch man könnte den Eindruck bekommen, den jungen Leuten von „Fridays for Future“ geht es beim Blick auf die Zukunft nur um das Klima. In Wirklichkeit sind sie von Altersarmut bedroht.