Erhöhung des Rundfunkbeitrags im Kampf gegen „Populismus“

Der Vorsitzende des Rundfunkrats des Bayerischen Rundfunks (BR), Lorenz Wolf will den Rundfunkbeitrag erhöhen, um besser gegen sogenannten Populismus vorgehen zu können. Doch seit wann ist es die Aufgabe des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sich gegen Populismus zu engagieren?


CC BY 2.0 – FuFu Wolf (flickr.com)

„Um dem Populismus den Boden zu entziehen, braucht es journalistische Präsenz und Exzellenz auf allen Ebenen – verstärkt auch im Internet“, behauptet Lorenz Wolf in der „Augsburger Allgemeine“. Doch was meint Wolf überhaupt mit Populismus?

 

Creative Commons (CC0) – pixabay.com

Das Wort Populismus stammt von dem lateinischen Begriff „Populus„, welcher „Volk“ bedeutet. Laut Wikipedia thematisieren Populisten oft einen Gegensatz zwischen „Volk“ und „Elite“ und nehmen dabei in Anspruch, auf der Seite des „einfachen Volkes“ zu stehen bzw. für das „Volk“ zu sprechen.

 

Wenn also der Vorsitzende des Rundfunkrats des Bayerischen Rundfunks (BR), Lorenz Wolf den Rundfunkbeitrag erhöhen möchte, um besser gegen Populismus vorgehen zu können, dann bedeutet das dem zufolge, dass er gegen die Fürsprecher der Bevölkerung vorgehen möchte, richtig?

 

Der Verein „Genug GEZahlt! in Sachsen e.V.“ stellt sich gegen die Zwangsfinanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und fordert eine Gleichberechtigung der Medienangebote im Freistaat Sachsen. In einem Volksantrag verlangt der Verein die Abschaffung des Rundfunkbeitrags. Auch in anderen Bundesländern gibt es solche Initiativen.