„Eine neue Front im US-Informationskrieg mit Russland“

Als Anfang Dezember 2021 sich zunehmend russische Truppen an der Grenze zur Ukraine sammelten, erstellten Mitarbeiter des Weißen Hauses mehreren Versionen einer zunächst streng geheimen Karte, welche die wachsende Militärpräsenz detailliert darstellte. Diese Karte wurde schließlich westlichen Massenmedien zugespielt, um den Druck auf Russland zu erhöhen. Bei der Veröffentlichung dieser Geheimdienstinformationen habe es sich laut Wall Street Journal um eine „neue Front im US-Informationskrieg mit Russland“ gehandelt.


Geheimdienstinformationen als Waffe im Infokrieg:

Die Regierung der Vereinigten Staaten (USA) stellte der Washington Post eine Version der Karte und des dazugehörigen Textes zur Verfügung. Am 3. Dezember, nur wenige Tage vor einem angespannten Telefongespräch zwischen US-Präsident Joe Biden und Wladimir Putin, wurde die Karte, welche aus geheimen Informationen von US-Spionagebehörden und kommerziell erhältlichen Satellitenbildern besteht, schließlich veröffentlicht. Die Veröffentlichung löste eine beispiellose Anstrengung der Biden-Regierung aus, US-Geheimdienste zu nutzen, um das „Schlachtfeld von Europas blutigstem Konflikt seit Jahrzehnten“ zu gestalten, heißt es in einem Bericht vom Wall Street Journal.

Inzwischen wurde der Informationskrieg gegen Russland, an dem sich fast alle westlichen Massenmedien beteiligen, massiv ausgeweitet. Eine regelrechte Schlacht ist ausgebrochen, in der sowohl Desinformationen als auch Fake News als Waffen genutzt werden, mit dem Ziel, dem Kriegsgegner einen möglichst großen Schaden zuzufügen, die selbstzerstörerischen US-Sanktionen gegen die Interessen der Europäer durchzusetzen und eine Stimmung für einen möglichen Kriegseinsatz der NATO in der Ukraine zu rechtfertigen.