„Die Zustände hier werden immer schlimmer“

Am 5. Juni 2020 kam es im Berliner Stadtteil Neukölln erneut zu Krawallen. Bis zu 100 Personen zogen vermummt durch die Karl-Marx-Straße. Auf dem Weg griffen sie Geschäfte sowie Einrichtungen an und hinterließen eine Spur der Verwüstung. „Die Zustände hier werden immer schlimmer“, zitiert B.Z. Berlin den Ladenbesitzer Hakan Demir. Für Neuköllner Verhältnisse sei solche Gewalt und Zerstörung fast schon normal.


Berlin / Neukölln (5. Juni 2020)

„Nach 22 Uhr ist es gefährlich und man sollte nicht mehr alleine auf die Straße gehen“, sagte Hakan Demir, Besitzer eines Modegeschäfts. „Mittlerweile habe ich auch Angst, raus zu gehen. Nicht, dass man da noch einen Stein vor den Kopf kriegt. Es ist ja fast schon wie am 1. Mai!“, zitiert B.Z. Berlin die Verkäuferin der demolierten Rossmann-Filiale.

Berlin / Neukölln (5. Juni 2020)

Die Krawalle vom 5. Juni in Neukölln waren offensichtlich politisch motiviert. Ein Video zeigt wie eine größere Anzahl von Personen mehrere Geschäfte angreifen und Parolen rufen. Doch auch Kriminalität stellt in dem Berliner Stadtteil ein großes Problem dar. Besonders die Clan-Kriminalität spielt eine zentrale Rolle. Immer wieder kommt es zu gewalttätige Ausschreitungen unter arabischen Clan-Familien. Ein weiteres Video zeigt, wie Gewalttäter am helllichten Tag mit Knüppeln und Macheten aufeinander los gehen. In einem anderen Video schlagen Migranten mit Holzlatten aufeinander ein. Neukölln ist ein Problemviertel, in dem selbst die Polizei Schwierigkeiten hat die öffentliche Ordnung und Sicherheit aufrecht zu erhalten.