Rüstungsindustrie berreichert sich am Ukraine-Krieg

Die Nachfrage nach Rüstungsgütern hat sich im Zuge des Ukraine-Konflikts stark erhöht, wovon Rheinmetall in besonderem Maße profitiert. Das Unternehmen konnte seine Produktion von Artillerie- und Panzermunition massiv steigern, was sich auch in den stark gestiegenen Aktienkursen widerspiegelt.

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Kriegsprofiteure der Rüstungsindustrie:

Rheinmetall-Chef Armin Papperger äußerte sich in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung optimistisch über die zukünftigen Geschäftsaussichten. Die Produktion von Artilleriemunition soll bis Ende des Jahres von 70.000 auf 700.000 Schuss erhöht werden. Langfristig plant der Konzern sogar eine Steigerung auf 1,1 Millionen Schuss pro Jahr. Auch die Herstellung von Panzermunition wurde nahezu verzehnfacht und liegt nun bei etwa 200.000 Schuss pro Jahr. Doch angeblich zähle laut Papperger der Konzern Rheinmetall nicht zu den Kriegsgewinnlern.

Rüstungsindustrie stopft sich die Taschen voll:

Zusätzlich zu der Erhöhten Nachfrage aufgrund des Ukraine-Krieges profitiert das Unternehmen vom Sondervermögen der Bundesregierung zur Stärkung der Bundeswehr, aus dem Rheinmetall Zuschläge in Höhe von bis zu 40 Milliarden Euro erwartet. Diese Mittel werden aus Steuergeldern finanziert und haben bereits zu Diskussionen über mögliche Sozialkürzungen geführt.

Rheinmetall sieht sich durch die steigenden Aufträge gut für die Zukunft aufgestellt. Der Konzern hat seine Produktionskapazitäten erheblich erweitert, um der erhöhten Nachfrage gerecht zu werden. Diese Entwicklungen spiegeln den zunehmenden Fokus des Westens auf militärische Unterstützung der Ukraine und die damit einhergehende Intensivierung der Rüstungsproduktion wider.

Handelskrieg: USA erhöhen Zölle auf Produkte aus China

Die Vereinigten Staaten haben eine erhebliche Erhöhung der Zölle auf eine Vielzahl von Produkten aus China angekündigt. Nach Angaben des Weißen Hauses betrifft dies insbesondere Elektroautos, Halbleiter, Mineralien und Medizinprodukte. Der Zollsatz auf zum Beispiel chinesische Elektroautos wird demnach von 25 auf 100 Prozent drastisch angehoben.

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Wirtschaftliche Kampfansage:

Die neuen Zölle betreffen chinesische Importwaren im Gesamtwert von 18 Milliarden Dollar (16,7 Milliarden Euro). Mit dieser Maßnahme sollen US-Unternehmen und Arbeitsplätze vor unlauterem Wettbewerb durch China geschützt werden. „Diese Entscheidung zielt darauf ab, strategisch wichtige US-Industriesektoren zu stärken“, erklärte ein Sprecher des Weißen Hauses.

Amerikanische Industrie stärken:

Durch die neuen Zölle sollen nicht nur US-Unternehmen in strategisch wichtigen Industriezweigen wie der Halbleiterproduktion und der Medizintechnik gestärkt, sondern auch die heimische Produktion von Elektrofahrzeugen und erneuerbaren Energien gefördert werden. Die USA verfolgen damit das Ziel, sich wirtschaftlich unabhängiger von China zu machen und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der eigenen Industrie zu erhöhen.

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