Britischer Gesundheitsdienst warnt Allergiker vor Corona-Impfung

In Großbritannien wird Allergikern davon abgeraten, sich gegen Sars-CoV-2 impfen zu lassen. Es könne zu allergischen Reaktionen kommen.


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Die große Massenimpfung gegen das sogenannte Coronavirus hat in Europa bereits begonnen. Großbritannien führte als einer der ersten Länder einen neuen Impfstoff ein, dessen Risiken und Nebenwirkungen noch nicht umfassend erforscht wurden.

Der nationale Gesundheitsdienst NHS hat Menschen, die signifikante Allergien haben, davon abgeraten, sich den britischen Impfstoff verabreichen zu lassen. Zwei Mitarbeiter des Gesundheitsdienstes hätten eine allergische Reaktion gezeigt, nachdem sie den Impfstoff erhalten haben, sagte laut STERN der NHS-Chef Stephen Powis. Menschen, die in der Vergangenheit signifikante allergische Reaktionen auf Medikamente, Lebensmittel oder Impfstoffe gezeigt haben, sollen sich besser vorerst nicht gegen Sars-CoV-2 impfen lassen, teilte die zuständige Behörde mit.

Auch in Deutschland soll die gesamte Bevölkerung im großen Stil durchgeimpft werden. Der deutsche Facharzt für Innere Medizin und Pharmakologie, Wolf-Dieter Ludwig, lehnt es ab, sich als Erstes impfen zu lassen. „Wir wissen derzeit nicht, wie der Impfstoff bei Risikopatienten wirkt“, zitiert die WELT den Mediziner. Die Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) behauptete, dass der deutsche Impfstoff sicher sei und niemand brauche sich Sorgen zu machen. Wolf-Dieter Ludwig kritisierte in einem WELT-Interview diese Beruhigungstaktik. „Bei allem, was wir derzeit wissen, finde ich solch einen Satz unüberlegt.“