Ärztekammern warnen vor Verletzungen durch Abstriche aus dem Nasenrachen

Die österreichischen Ärztekammern Steiermark und Wien haben vor Verletzungen gewarnt, die bei einem Abstrich aus dem Nasenrachen entstehen können. Es lägen bereits Berichte über Schädelbasisperforationen und Liquorfisteln vor. Als Perforation bezeichnet man eine Durchstoßung oder Durchbohrung des Gewebes.


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Bei einem Abstrich aus dem Nasenrachen kann es zu unterschiedlichen Verletzungen kommen. Von einem falschen Gebrauch der Abstrichtupfer gehe eine nicht zu unterschätzende Verletzungsgefahr aus, warnen österreichische Ärztekammern auf ihren Webseiten.

Verletzungsgefahr durch falsche Abnahmetechnik:

Aus den USA erreichen uns bereits erste Berichte über Schädelbasisperforationen und Liquorfisteln nach Abstrichentnahmen, da die Rhinobasis hier stellenweise nur einen papierdünnen Knochen darstellt.“ (ÄK Steiermark)

In zahlreichen Medienberichten, ja sogar in Gebrauchsanleitungen diverser Covid19 AG Schnellteste werde eine falsche oder nicht ideale Abnahmetechnik dargestellt, heißt es in einer Publikation von Prof. Dr. Verena Niederberger-Leppin (FG Obfrau HNO Wien) und Dr. Wolfgang Luxenberger (FG Obmann HNO Österreich). Abstriche durch nicht geschultes Personal bergen sowohl die Gefahr falscher Testergebnisse, wie auch das Risiko von Verletzungen der Nasenstrukturen und Schädelbasis.