Russland hat die Front um 200 Kilometer verlängert

Der österreichische Oberst Markus Reisner sagte in einem Interview, dass die Hauptziele der russischen Offensive auf die ukrainische Region Charkiw, die Bildung einer Pufferzone, eine erhebliche Verlängerung der Frontlinie und Bindung ukrainischer Truppen sowie die Schaffung eines zusätzlichen Aufmarschgebietes seien.

Symbolbild: Ukraine / Panzer

Ukraine massiv unter Druck:

Markus Reisner erklärte in einem Interview mit N-TV die strategischen Ziele hinter der der russischen Offensive auf die ukrainische Region Charkiw. Eine neu formierte russische Einheit namens „Sever“ (zu Deutsch „Nord“) hat nördlich von Charkiw an mehreeren Stellen die Grenze überschritten und ist innerhalb von nur drei Tagen um mindestens fünf Kilometer vorgedrungen. Dabei sollen laut dem Propagandisten Julian Röpcke innerhalb von 72 Stunden etwa 10 Dörfer erobert worden sein.

Oberst Reisner betont, dass Russland drei Hauptziele verfolge:

1. Bildung einer Pufferzone: Angesichts der zunehmenden Angriffe auf russische Städte nahe der Grenze, wie etwa Belgorod, versuche Russland, eine Pufferzone zu schaffen. Während die Russen erklärten, dass diese Angriffe von der Ukraine ausgehen, behaupteten die Ukrainer, dass die Russen selbst dahinterstecken.

2. Verlängerung der Frontlinie: Durch die Erweiterung der Front um weitere 200 Kilometer werde die Ukraine gezwungen, ihre Reserven nicht nur im Donbass, sondern auch im Norden von Charkiw einzusetzen. Diese Taktik des Abnutzungskrieges bindet ukrainische Kräfte an mehreren Fronten und erschwert die Verteidigung.

3. Schaffung eines Aufmarschgebiets: Russland plane, ein Gebiet für zukünftige Angriffe vorzubereiten. Dieses Gebiet könnte als Ausgangspunkt für weitere Offensiven in Richtung Charkiw dienen.

Die derzeitigen Entwicklungen setzen die Ukraine erheblich unter Druck, da sie ihre begrenzten militärischen Ressourcen nun auf einer noch breiteren Front verteilen muss. Die russische Taktik ziele laut Reisner darauf ab, die ukrainische Verteidigung zu schwächen und die Vorbereitung für mögliche weitere Angriffe zu ermöglichen.

Oberst Reisner weist darauf hin, dass diese strategischen Manöver Teil eines größeren Plans sind, die Ukraine durch ständige Bedrohung und Ressourcenbindung zu zermürben. Die Situation in der Region bleibt angespannt, während beide Seiten ihre nächsten Schritte abwägen.

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