Rüstungsindustrie berreichert sich am Ukraine-Krieg

Die Nachfrage nach Rüstungsgütern hat sich im Zuge des Ukraine-Konflikts stark erhöht, wovon Rheinmetall in besonderem Maße profitiert. Das Unternehmen konnte seine Produktion von Artillerie- und Panzermunition massiv steigern, was sich auch in den stark gestiegenen Aktienkursen widerspiegelt.

Bild: CC BY 3.0 Deed / Wikimedia.com / KarleHorn

Kriegsprofiteure der Rüstungsindustrie:

Rheinmetall-Chef Armin Papperger äußerte sich in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung optimistisch über die zukünftigen Geschäftsaussichten. Die Produktion von Artilleriemunition soll bis Ende des Jahres von 70.000 auf 700.000 Schuss erhöht werden. Langfristig plant der Konzern sogar eine Steigerung auf 1,1 Millionen Schuss pro Jahr. Auch die Herstellung von Panzermunition wurde nahezu verzehnfacht und liegt nun bei etwa 200.000 Schuss pro Jahr. Doch angeblich zähle laut Papperger der Konzern Rheinmetall nicht zu den Kriegsgewinnlern.

Rüstungsindustrie stopft sich die Taschen voll:

Zusätzlich zu der Erhöhten Nachfrage aufgrund des Ukraine-Krieges profitiert das Unternehmen vom Sondervermögen der Bundesregierung zur Stärkung der Bundeswehr, aus dem Rheinmetall Zuschläge in Höhe von bis zu 40 Milliarden Euro erwartet. Diese Mittel werden aus Steuergeldern finanziert und haben bereits zu Diskussionen über mögliche Sozialkürzungen geführt.

Rheinmetall sieht sich durch die steigenden Aufträge gut für die Zukunft aufgestellt. Der Konzern hat seine Produktionskapazitäten erheblich erweitert, um der erhöhten Nachfrage gerecht zu werden. Diese Entwicklungen spiegeln den zunehmenden Fokus des Westens auf militärische Unterstützung der Ukraine und die damit einhergehende Intensivierung der Rüstungsproduktion wider.

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