Correctiv beschwert sich über angebliche Desinformationskampagne
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Correctiv beschwert sich über angebliche Desinformationskampagne

Das Recherchenzentrum CORRECTIV behauptet in einem Bericht, dass westliche Medien und Faktenchecker im Rahmen einer angeblichen russischen Desinformationskampagne gezielt mit Falschinformationen geflutet werden. Die Kampagne ziele darauf ab, die Ressourcen der Medien sowie Faktenchecker zu erschöpfen und diese zur Weiterverbreitung pro-russischer Inhalte zu bewegen.


⚠️ Kampagne gegen westliche Medien und Faktenchecker:

CORRECTIV habe laut einem Bericht in Zusammenarbeit mit anderen sogenannten Faktencheckern eine angebliche russische Desinformationskampagne aufgedeckt. Diese soll darauf abzielen, westliche Medien und Faktenchecker mit pro-russischer Propaganda zu überfluten, um deren Ressourcen zu erschöpfen und die politische Agenda des Kremls zu verbreiten.

Anonyme Accounts auf Plattformen wie X und anonyme E-Mails sollen Teil dieser Kampagne sein, wie unter anderem aus einem Bericht der finnischen Software-Firma Check First und der gemeinnützigen Organisation Reset Tech hervorgeht.

Flutung mit Falschinformationen:

Die Kampagne, die von den Autoren des Berichts als „Operation Overload“ bezeichnet wird, soll Medienorganisationen mit anonymen E-Mails überfluten, die Links zu gefälschten Inhalten und Darstellungen enthalten. Insbesondere Faktenchecker in Frankreich und Deutschland seien davon betroffen. CORRECTIV behauptet, seit September 2023 Dutzende solcher E-Mails erhalten zu haben, doch veröffentlichten sie oft keine Faktenchecks dazu, da die Inhalte angeblich keine große Reichweite hatten. Allerdings stellt sich die Frage, ob diese Behauptungen über die Reichweite und den Einfluss der E-Mails nicht übertrieben sind.

Desinformationen auf sozialen Plattformen:

Auf der Plattform X sollen Fake-Profile seit Monaten Faktencheck-Redaktionen wie CORRECTIV mit Falschinformationen überfluten. Im Rahmen der Desinformationskampagne, die von der französischen Nachrichtenagentur AFP in einem Bericht als „Operation Matroschka“ bezeichnet wurde, sollen mehr als 800 Organisationen auf X kontaktiert worden sein. Check First und Reset Tech haben laut Correctiv über 200 E-Mails analysiert, was in im Verhältnis zu 800 Organisationen nicht besonders viel ist und Fragen zur Aussagekraft und Repräsentativität der Analyse aufwirft.

Besonderer Fokus auf Ukraine und internationale Großevents:

Laut CORRECTIV konzentriere sich der Großteil der analysierten Inhalte auf die Ukraine oder richte sich gegen Großereignisse wie die Olympischen Spiele in Paris und die Fußball-Europameisterschaft in Deutschland. Insgesamt wirkt der Bericht von CORRECTIV sehr überzogen und offensichtlich zielt er darauf ab, die vermeintliche Bedrohung durch russische Desinformation größer erscheinen zu lassen als sie wohlmöglich ist.

Die Behauptungen von CORRECTIV werden großteils nicht mit konkreten Beweisen belegt, bleiben oft vage und schwer überprüfbar. Was für einen sogenannten Faktenchecker eine sehr schwache Leistung ist.


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