„Anzeigenhauptmeister“ wegen Volksverhetzung verurteilt
Bild: Coburg / Anzeigehauptmeister

„Anzeigenhauptmeister“ wegen Volksverhetzung verurteilt

Nachdem der sogenannte „Anzeigenhauptmeister“ Niclas mehrere Tausend Menschen wegen Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr angezeigt hatte, musste er sich nun selbst vor Gericht verantworten. Dort wurde er wegen Volksverhetzung verurteilt, weil er während der Corona-Krise im Klassenchat gegen Ungeimpfte hetzte und die Tötung von Impfgegnern forderte.


⚠️ Verurteilung wegen Volksverhetzung:

Die Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau hatte den sogenannte „Anzeigenhauptmeister“ Niclas angeklagt, nachdem er während seiner Schulzeit an der Ferropolis-Gesamtschule in einem Klassenchat Hetze gegen Ungeimpfte verbreitet hat. Insbesondere soll er den Tod von Menschen gefordert haben, die sich nicht gegen Corona impfen ließen, wie die „Bild“ berichtete.

Vor Gericht bestritt Niclas diese Vorwürfe, doch der Jugendrichter kam zu dem Schluss, dass die belastenden Posts von ihm stammten.

Urteil und Konsequenzen:

Das Amtsgericht verurteilte den „Anzeigenhauptmeister“ zu 100 Arbeitsstunden und einer Geldstrafe von 1.000 Euro. „Da der Angeklagte zur Tatzeit noch Jugendlicher war, wurde der Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt“, erklärte der Vorsitzende Richter Frank Straube in seiner Funktion als Pressesprecher des zuständigen Landgerichts. Niclas selbst wollte sich gegenüber der „Bild“ nicht zur Verhandlung äußern und reagierte auch nicht auf Anfragen von T-Online.


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