Category Archive : Wirtschaft

Das Mischpreisverfahren für Stromhändler muss weg

CC0 – hhach (pixabay.com)

Die Bundesnetzagentur hat die Entscheidung getroffen, den Zuschlagsmechanismus bei der Ausschreibung von Regelenergie zu ändern. Die Analyse der Ursachen der extrem hohen Arbeitspreisgebote im Herbst 2017 hat gezeigt, dass der bisherige Zuschlagsmechanismus einer Weiterentwicklung bedurfte, erläutert Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, die Notwendigkeit der Änderung. Homann weiter: Ziel der neuen Regelung ist es, bei der Beschaffung von Regelenergie den Wettbewerbsdruck auf die Arbeitspreise zu erhöhen und damit das Beschaffungssystem effizienter zu machen.

 

In der Regel soll die Bundesnetzagentur dafür sorgen, dass möglichst viele Unternehmen die Leitungsinfrastruktur in diesen Bereichen nutzen können, damit Verbraucherinnen und Verbraucher von Wettbewerb und günstigen Preisen profitieren.

 

Hier schließt sich Gerfried I. Bohlen, Vorstandsvorsitzender der Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr eG, der Einschätzung von Christoph Podewils an, Kommunikationschef bei Agora Energiewende, die bei FOCUS Online veröffentlicht wurde.

 

Der Energie-Profi nennt Gründe für die drei Zwischenfälle im Juni 2019, als das Stromnetz in Deutschland in eine kritische Situation kam. Es bestehe der Verdacht, dass Energiehändler im Juni mehr Strom verkauften als sie überhaupt liefern konnten.

 

Podewils kritisiert, dass die Bundesnetzagentur ein solches Vorgehen ermögliche. Das sei so seit dem Jahr 2018, als die Behörde das Verfahren geändert hat. Vorher bekamen Energiehändler nur Geld, wenn sie Strom tatsächlich verkauften. Das führte in Ausnahmesituationen zu extremen Preisanstiegen.

 

Beim Mischpreisverfahren können – theoretisch – Händler in einem ersten Schritt Lieferbereitschaft signalisieren, obwohl sie im Ernstfall nicht in der Lage sind, auch tatsächlich zu liefern. Dann würden sie zumindest einmal honoriert.

 

“Das ist zwar nicht legal. Aber die Stromhändler sind wohl so vorgegangen”, sagt Podewils. In gewisser Weise führe das Mischpreisverfahren zu einer Fehlsteuerung.

 

Für Bohlen ist das Mischpreisverfahren ein Geschenk für die Betreiber fossiler Großkraftwerke. Dass Händler mit zwei Preisstaffeln jonglieren können, geht natürlich zu Lasten der Endverbraucher.

 

So tragen Haushalte, klein- und mittlere Unternehmen die höheren Kosten für die Beschaffung von Strom. Diese haben sich von durchschnittlich 3,35 ct/kWh in 2016 um 34% auf 5,06 ct/kWh in 2018 erhöht. Das bedeutet für jeden Haushalt bei einem Durchschnittsverbrauch von 3.500 kWh/a Mehrkosten von 60,00 Euro pro Jahr. Das sind bei 40 Millionen Haushalten in Deutschland Mehrkosten von insgesamt 2.400.000.000 Euro. Auch der Klein- und Mittelstand ist, entsprechend dem individuellen Verbrauch gesamt von Mehrkosten in Höhe von 2.513.700.000 Euro betroffen.

 

Milliarden Euro, die wir als Verbraucher nie mehr wiedersehen werden!

Gerfried I. Bohlen
Energiegenossenschaft Rhein-Ruhr eG
Rubbertskath 12
46539 Dinslaken
Tel.: 02064 / 7789 399
Fax: 02064 / 7789 397

 


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Die Zukunft der industriellen Revolution wird in Russland diskutiert

Vorsitzender des Beirats des globalen Gipfels für Produktion und Industrialisierung Haldun Khalifa Al-Mubarak:

“Dass Russland den Zuspruch erhalten hat GMIS-2019 zu empfangen, zeigt den Grad der Anerkennung durch die Weltgemeinschaft und die Bedeutung dieser Initiative. Während des Gipfels werden wir mit Stolz und Freude mit Russland zusammenarbeiten, weil der Name dieses Landes untrennbar mit der Industrie, dem Ehrgeiz und der Weitsicht verbunden ist.”

 

Minister für Energie und Industrie der VAE Suhail Al-Masrui:

 

GMIS 2019 / en.kremlin.ru

“Im Jahr 2019 werden die Vereinigten Arabischen Emirate und Russland zusammenarbeiten, um die Anpassung, Entwicklung und den Fortschritt der Industrie zu gewährleisten und Ihre Position an der Spitze des weltweiten wirtschaftlichen Wohlstands zu stärken.”

 

 

Regierungschef der Serbischen Republik Zeljko Duric:

“Dass Russland das Recht erhalten hat, den Gipfel zu empfangen, zeugt von seiner Anerkennung durch die Weltgemeinschaft als eine der führenden Industriemächte. Russland als Land der industriellen Produktion und Innovation ist die beste Plattform, um aktuelle Probleme in diesen Bereichen zu diskutieren.”

 

Der Führer der Partei des nationalen Fortschritts Afghanistans, Professor der Kabul State University Mohammad Davud Raves:

“Die Stadt Jekaterinburg ist ein industrielles und wirtschaftliches Zentrum Russlands. Russland nimmt führende technologische und industrielle Positionen nicht nur in der Region, sondern auch in der Welt ein – so wurde es verdientermaßen zum Ort des globalen Gipfels.”

 

Der Gipfel ist das erste Forum der Welt, auf welchem ein Modell der globalen Produktionsplanung entwickelt wird. Im Erfolgsfall wird dies die schmerzhaften Phänomene der neuen industriellen Revolution vermeiden und der ganzen Menschheit erlauben, das Beste daraus zu ziehen.

 


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“Das Ergebnis von Hartz IV ist negativ”

Achim Truger ist Ökonom und seit 2012 Professor für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Makroökonomie und Wirtschaftspolitik, und seit 2014 auch Prodekan im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften an der Hochschule für Wirtschaft in Berlin.

 

“Wir sollten wichtige gesellschaftliche Probleme ernst nehmen und nach Lösungen suchen, die sozial gerecht und wirtschaftsverträglich sind”, meint der Wirtschaftsexperte.

 

“Viele Menschen empfinden es als ungerecht, dass sie jahrzehntelang in die Arbeitslosenversicherung einzahlen, dann jedoch nur kurz abgesichert sind. Unter dem Strich ist das Ergebnis von Hartz IV negativ”, erklärte Achim Truger im BZ-Interview.

Gaspreise steigen um bis zu 20 Prozent

Das Leben in Deutschland wird nicht nur für Geringverdiener immer schwieriger. Auch klein Familien haben mit den steigenden Lebenserhaltungskosten zu kämpfen. Allein für März und April haben 45 Grundversorger steigende Preise angekündigt.

 

Bei einer Preissteigerung von 10-20 Prozent muss eine dreiköpfige Familie mit einem jährlichen Gasverbrauch von 20.000 Kilowattstunden im Schnitt mit einer Nachzahlung von ca. 120-250 Euro rechnen. Laut FOCUS sind etwa 5 Millionen Haushalte von den Preiserhöhungen betroffen.

Mieten steigen schneller als das Einkommen der Mieter

Eine Datenauswertung des Bundestages geht davon aus, dass die Nominaleinkommen im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr bundesweit durchschnittlich um etwa 2,5 Prozent gestiegen sind. Doch die Miete bei Erst- und Wiedervermietungen stieg im Durchschnitt um 4,5 Prozent, meldet WELT.  So gesehen haben viele Mieter immer weniger Geld in der Tasche, weil die Miete schneller wächst als das Einkommen.

 

Im ersten Quartal 2018 war die Entwicklung besonders deutlich. Der Nominallohnindex stieg zwar um 2,7 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2017, doch die Neuvertragsmieten wurden durchschnittlich um 5,5 Prozent teurer. Vermutlich hängen die wachsenden Mietpreise mit der durch Masseneinwanderung erhöhten Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt zusammen.

Signale einer wirtschaftlichen Abschwächung

Unternehmen in ganz Europa berichten von negativen Signalen und erhöhten Schuldnerrisiken im Zusammenhang mit dem Zahlungsverhalten und der Situation ihrer Kunden. So sind die Forderungsausfälle europaweit auf 2,3 Prozent gestiegen, Zahlungen vor allem anderer Unternehmen (B2B) verspäteten sich trotz langer Zahlungsziele durchschnittlich um sechs Tage. Auch wenn sich die Situation in Deutschland besser darstellt als im europäischen Durchschnitt, verschärfen Spätzahler und Ausfälle den finanziellen Spielraum der Unternehmen.

 

Für den aktuellen European Payment Report 2019 (EPR) sind europaweit 11.856 Unternehmen von Intrum, dem europäischen Marktführer im Forderungsmanagement, befragt worden. 17 Prozent der befragten deutschen Unternehmen – und damit fast doppelt so viele wie im Vorjahr (neun Prozent) – gaben an, dass sie in den nächsten zwölf Monaten einen Anstieg der Debitorenrisiken erwarten. “Die Unternehmen müssen ihre Liquidität und ihren Cashflow planen können, um optimale und möglichst risikoarme Investitionsentscheidungen treffen zu können oder neue Mitarbeiter einzustellen. Denn finanzielle Stabilität ist die Grundlage für Wachstum. Für Unternehmen bedeuten die Anzeichen höherer Risiken, dass es wichtiger als je zuvor ist, den eigenen Kunden gut zu kennen”, sagt Florian Wöretshofer, Managing Director der Intrum in Deutschland.


Rezession ist in vielen Ländern zu spüren

Während die EPR-Befragungsergebnisse in ganz Europa zwar alles in allem ein leicht erhöhtes Risiko in Bezug auf Zahlungen und Schulden deutlich machen, sind die Daten sehr unterschiedlich und abhängig davon, wie die Situation und die Konjunktur des jeweiligen Landes aktuell aussieht. Im gesamteuropäischen Durchschnitt ist aber fast jedes fünfte Unternehmen – 18 Prozent – der Meinung, dass sich ihr Land bereits aktuell in einem wirtschaftlichen Abschwung befindet. In Ländern wie Griechenland und Italien sehen Unternehmen die Rezession als aktuelle Realität an, während die meisten Unternehmen in Deutschland und Österreich für die kommenden fünf Jahre keine Rezession erwarten. In Deutschland glauben 62 Prozent der befragten Unternehmen nicht, dass es in ihrem Heimatland in absehbarer Zeit zu einer Rezession kommen wird. Nur eine Minderheit von 9 Prozent sehen Deutschland bereits in einer Rezession beziehungsweise erwarten diese innerhalb von einem Jahr.


Spätzahler machen Probleme

Wenn Rechnungen nicht fristgerecht bezahlt werden, kann dies schwerwiegende Folgen haben. Zahlungsverzug kann zu Liquiditätsengpässen, Umsatzverlusten bis hin zu einer existenziellen Bedrohung des Unternehmens führen. So sagten 77 Prozent der befragten deutschen Unternehmen, dass sie in eine problematische Situation geraten, wenn Kunden erst nach dem festgelegten Fälligkeitsdatum zahlen. Dies ist ein deutlich höherer Anteil als der europäische Durchschnitt von 51 Prozent. Das zweithäufigste Problem bei Zahlungsproblemen sind lange Zahlungsziele, bei denen 52 Prozent der deutschen Unternehmen angegeben haben, dass sie dies als problematisch empfinden. Mehr als die Hälfte der Unternehmen in Deutschland sagen, sie seien im vergangenen Jahr gebeten worden längere Zahlungsfristen zu akzeptieren, als ihnen lieb war.

 

Überraschend ist nach wie vor, dass 25 Prozent der Unternehmen in Deutschland keinerlei Instrumente einsetzen, um Zahlungsausfälle zu vermeiden. 41 Prozent der deutschen Unternehmen nutzen Vorauszahlungen, nur 14 Prozent die Unterstützung durch Inkasso-Unternehmen, zwei Prozent Factoring. “Unterm Strich brauchen wir faire Zahlungsbedingungen für Anbieter und Kunden. Aber es sollte auch insgesamt wesentlich besser und professioneller vorgebeugt werden, so dass die Unternehmen für ihre Leistungen fristgerecht bezahlt werden und die Ausfallquoten weiter sinken”, sagt Florian Wöretshofer von Intrum.

 

Über den European Payment Report 2019 von Intrum

Der European Payment Report 2019 basiert auf einer Umfrage, die vom 31. Januar bis 5. April 2019 in 29 europäischen Ländern gleichzeitig durchgeführt wurde. In dem Bericht wertet Intrum die Daten von insgesamt 11.856 Unternehmen in Europa aus, um Einblicke in das Zahlungsverhalten und in die finanzielle Stabilität europäischer Unternehmen zu erhalten. Befragt wurden im Rahmen der Umfrage Personen, die in ihrer Funktion als Finanzvorstand, CFO, Head of Credits, Business-Controller o.ä. fungieren.

 

Der ungekürzte European Payment Report 2019 wird ab dem 11. Juni in 29 europäischen Ländern vorgestellt und ist hier abzurufen: www.intrum.com/epr2019

 

Intrum ist in 24 europäischen Ländern mit Credit Management Services präsent. Mit über 9.000 Mitarbeitern, 80.000 Unternehmen als Klienten und einem Umsatz von rund 1,3 Milliarden EUR (2018) ist Intrum Marktführer in diesem Segment. In Deutschland werden an den Standorten Heppenheim, Essen, Hamburg, Mönchengladbach, Potsdam und Eberswalde über 500 Mitarbeiter/innen beschäftigt.

 

Intrum bietet seinen Klienten Lösungen zur Verbesserung des Cash-Flows und der langfristigen Profitabilität an. Im Mittelpunkt stehen Finanzdienstleistungen, vom Lastschriftverfahren für den Handel, über das Debitorenmanagement und den gesicherten Rechnungskauf im E-Commerce bis zum Management von Forderungen mit Leistungsstörungen und der Betreuung überschuldeter Kunden. Die Kunden sollen auf dem Weg aus den Schulden begleitet werden, damit sie wieder aktiv am Wirtschaftsgeschehen teilnehmen können.

 

Intrum setzt sich für eine nachhaltige Entwicklung ein. Für uns ist es selbstverständlich, dass finanzielle Nachhaltigkeit auch Hand in Hand mit ökologischer und sozialer Verantwortung geht. So ist Intrum seit 2016 Unterzeichner der 10 Prinzipien des UN Global Compact und hat die Sustainability-Ziele in den Geschäftsbetrieb integriert.


Intrum Deutschland GmbH
Kristina Benitz
Donnersbergstraße 1
64646 Heppenheim
PressestelleDE@intrum.com
06252 672 0
http://www.intrum.de

 


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Experten prognostizieren Rente mit 70 Jahren oder später

Wissenschaftliche Mitarbeiter der Universität Bochum im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung kamen in einer Untersuchung zu dem Ergebnis, dass die Sozialausgaben in Deutschland in den nächsten Jahren extrem explodieren werden, meldet FOCUS. Sie gehen davon aus, dass sich die Kosten in absehbarer Zeit verdoppeln könnten.

 

Die aktuellen Sozialausgaben betragen momentan etwa 890 Milliarden Euro jährlich. Doch die Bertelsmann-Studie kommt zu dem Ergebniss, dass dieser Betrag in den nächsten 21 Jahren auf das Doppelte anwachsen und im Jahr 2040 bereits 1,6 Billionen Euro jährlich betragen könnte.

 

Die Lösungsansätze der Bertelsmann-“Experten” sind bemerkenswert. Die deutschen Steuerzahlen sollen einfach noch länger arbeiten bis zum Alter von 70 Jahren oder höher, und die Einwanderung soll massiv zunehmen. Des weiteren geht die Studie davon aus, dass die Sozialbeiträge der Arbeitnehmer um etwa 50% steigen werden.

Giftstoffe – Zulassung von 100 nicht erneut geprüften Pestiziden

Giftstoffe in Lebensmitteln stellen ein zunehmendes Problem dar. Viele Pflanzenschutzmittel gefährden nicht nur die menschliche Gesundheit, sondern auch die Umwelt. Trotzdem werden zunehmend solche Pestizide entwickelt und verwendet. Eine Ausnahmeregelung soll die Nutzung von prüfungspflichtige Pflanzenschutzmittel ohne Prüfung weiterhin erlauben.

 

“Es kann nicht sein, dass die übergroße Mehrheit der Pestizide einfach auf dem Markt bleibt, obwohl unklar ist, ob sie nach heutigem Stand überhaupt noch zugelassen werden dürften”, zitiert die Süddeutsche Zeitung den Politiker Harald Ebner.

 

ÖKO-TEST kritisiert die erneute Zulassung der ungeprüften Pflanzenschutzmittel: “Vor dem Hintergrund der Glyphosatdebatte und des Volksbegehrens zum Artenschutz, das in Bayern gerade eine Million Unterschriften einwarb, hat die Bundesregierung damit erneut eine Möglichkeit versäumt, die Nutzung potentiell schädlicher Pestizide einzudämmen. Lebensräume für Pflanzen und Insekten können kaum bewahrt bleiben, wenn weiter ungeprüfte Pflanzenschutzmittel ausgebracht werden.”

Bis zu 15 EURO Gebühr für Bargeldauszahlung

Tatsächlich Rückt die Abschaffung bzw. Einschränkung der Bargeldnutzung immer weiter voran. “Bargeld ist gedruckte Freiheit”, sagen viele Bargeld-Befürworter. Tatsächlich geht eine Studie der Bundesbank zum “Zahlungsverhalten in Deutschland 2017” davon aus, dass Bargeld sehr beliebt ist. Demnach zahlten 74% der befragten Personen im Jahr 2017 hauptsächlich mit Bargeld.

 

Warum also soll Bargeld abgeschafft werden?

 

Die Comdirect-Bank zahlt laut einem Pressebericht nur noch Bargeld ab einer Höhe von 50 Euro aus und die Deutsche Kreditbank (DKB) verlangt eine regelmäßige Gebühr von 15 Euro für die Nutzung ihrer Geldautomaten. Dabei könnte man davon ausgehen, dass die relativ hohen Kontoführungsgebühren bereits die Bargeldversorgung ausreichend finanzieren.

 

Tatsächlich steckt hinter dieser Form der Repression gegen Bargeldnutzer das Ziel der Bargeldabschaffung bzw. die Einschränkung der Bargeldnutzung. Die Argumente dafür reichen von Kriminalitätsbekämpfung wie z.B. Geldwäsche, Drogenhandel oder Terrorismus bis zu wirtschaftlichen Begründungen.

 

In Wirklichkeit soll der private Geldverkehr der Bürger für Regierungen und Banken lückenlos überwachbar werden. Nur in einer bargeldlosen Gesellschaft lassen sich die Aktivitäten der Bürger vollständig überwachen. Dies würde aber eine massive Einschränkung der Grund- und Menschenrechte bedeuten und Regierungen und Banken ein enormes Ausmaß an Kontrolle und Überwachung ermöglichen. Das Missbrauchspotenzial solch einer Totalüberwachung ist unermesslich.


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