„Wie Deutschland zur Zielscheibe eines Atomangriffs“ gemacht wird – News 23
SUPPORT@N23.TV

„Wie Deutschland zur Zielscheibe eines Atomangriffs“ gemacht wird

Dem Journalisten Roland Hipp zufolge werden allein auf dem Bundeswehr-Fliegerhorst im rheinland-pfälzischen Büchel mindestens 20 US-amerikanische Atombomben gelagert. Diese sollen im Kriegsfall als Bestandteil der sogenannten nuklearen Teilhabe von deutschen Bundeswehrpiloten ins Ziel geflogen werden, schrieb Roland Hipp in einem Artikel. Somit wäre Deutschland als Standort US-amerikanischer Atomwaffen eines der strategischen Hauptangriffsziele, wenn es zu einem größeren Krieg kommt.

Public Domain (CC0) / wikimedia.org

Die Stationierung US-amerikanischer Atomwaffen könnte Deutschland im Ernstfall zum Verhängnis werden, meint der Journalist Roland Hipp.

Air National Guard photo by Master Sgt. Matt McCoy

Eine notwendige sicherheitspolitische Debatte über die nukleare Teilhabe Deutschlands dürfe nicht einfach im Keim erstickt werden, weil man sich nicht traue, über neue Wege nachzudenken, schrieb Hipp in einem Artikel. Bundesaußenminister Heiko Maaß soll auf einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats in New York im Februar 2020 gesagt haben, dass es an der Zeit sei, die stagnierenden Abrüstungsbemühungen mit neuem Leben zu erfüllen. Doch eine Abrüstung der Bundeswehr würde Deutschland die letzten Reste seiner Verteidigungsfähigkeit berauben.

Die Stationierung von US-Atomwaffen hingegen könnte unter bestimmten Umständen sogar eine gewisse Gefahr für die nationale Sicherheit darstellen, weil dies Deutschland zu einem potentiellen Angriffsziel macht. Ein Kompromiss wäre es, die Besatzung Deutschlands durch US-Soldaten und Atomwaffen zu beenden und stattdessen die Verteidigungsfähigkeit der Bundeswehr im Rahmen eines europäischen Sicherheitskonzepts unter Einbindung Russlands zu verbessern. Eine Rückkehr zur Blockbildung der vergangenen Jahrzehnte könne 30 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs keine Lösung sein, meint Roland Hipp.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.