Wegen E-Auto-Fabrik soll eine Waldfläche von 150 Hektar plattgemacht werden

Wegen E-Auto-Fabrik soll eine Waldfläche von 150 Hektar plattgemacht werden

Bildnachweis: Public Domain (CC0) / pixnio.com (Symbolbild)


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Angeblich handelt es sich bei Elektromobilität um eine umweltfreundliche Technologie. Doch wie umweltfreundlich ist diese Technologie, wenn große Waldflächen für die Herstellung von E-Autos plattgemacht werden? In Grünheide will der US-Elektroautobauer Tesla seine erste Fabrik in Europa errichten. Dafür sollen bis zum Jahresende 2020 etwa 150 Hektar eines Kiefernwaldes abgeholzt werden. Das entspricht einer Fläche von 1.500.000 Quadratmetern. Geht es hier wirklich noch um Klimaschutz oder doch nur um ein Milliardengeschäft?


Mit einer gigantischen Propagandakampagne haben Politiker und Medien es geschafft, eine Stimmung in der Bevölkerung zu erzeugen, welches es ermöglicht, gigantische Wirtschaftsprogramme durchzusetzen. Den Bürgern wurde eingetrichtert, dass Elektromobilität und Windkraft grundsätzlich umweltfreundlich seien. Das stimmt aber nicht.

 

Creative Commons (CC0) / pxhere.com / Delly Kertiyasa

Die Firma Tesla, welche dem US-Milliardär Elon Musk gehört, will bei Berlin im Kreis Oder-Spree ab 2021 jährlich bis zu 500.000 Elektroautos bauen. Hierfür will man 150 Hektar, also etwa 1.500.000 Quadratmeter, Kiefernwald plattmachen. Doch Wälder sind von sehr großer Bedeutung für das globale Klima. Bäume binden CO2 und wandeln es in Sauerstoff um. Warum also sollen großflächig Bäume gefällt werden?

 

Besonders kurios ist es, dass solche Bauprojekte sogar staatliche Subventionen erhalten. Tesla hat bereits vor Wochen bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) einen Förderantrag gestellt. Schätzungen gehen davon aus, dass Tesla bis zu 400 Millionen Euro Fördergeld bekommen könnte. Vielleicht sogar noch mehr.

 

Die Herstellung von E-Autos ist alles andere als umweltfreundlich. Besonders der Abbau von Lithium, welches zur Herstellung von E-Autos benötigt wird, stellt in einigen Ländern ein Problem für die Menschen und ihre Umwelt dar. Eine massive Zerstörung der Natur und menschenunwürdige Arbeitsbedingungen hängen mit dem Abbau zusammen. Die großen Profiteure der Verkehrswende sind die jeweiligen Großkonzerne.

5 Comments on "Wegen E-Auto-Fabrik soll eine Waldfläche von 150 Hektar plattgemacht werden"

    Vielleicht etwas besser informieren und keine Halbwahrheiten verbreiten. 1. Dieser Wald, der abgeholzt wird, wurde damals ebenfalls künstlich angelegt. 2. Der gerodete Wald wird wieder an einer anderen Stelle gepflanzt – sprich aufgeforstet – und diese Fläche wird um ein Vielfaches grösser als die gerodete Fläche.

    Vielleicht etwas mehr selber denken:

    1. Ob der Wald künstlich Angelegt wurde ist irrelevant.
    2. Wie lange dauert es, bis solch ein Wald nachgewachsen ist?

    Wälder abholzen, um das Klima zu schützen, ist einfach unsinnig.

    Der “Wald” ist genaugenommen ein Forst, dessen einzige Funktion es ist, gefällt, bzw. geerntet zu werden.

    Vielleicht einfach etwas mehr selber denken.

    Die begriffliche Trennung zwischen Wald und Forst ist fließend, eindeutig ist nur die Abgrenzung zum Urwald. Viele dieser Wälder wurden ab 1748 von den Preußen großflächig angelegt, weil sie im Mittelalter für Schiffsbau etc. plattgemacht wurden. Ein Forst wird nicht neu angelegt, damit er danach gefällt werden kann. Nur einzelne Bäume werden aus unterschiedlichen Gründen gerodet aber nicht das ganze Waldgebiete.

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