Was deutsche Massenmedien über Ausschreitungen in den USA verschweigen – News 23

Was deutsche Massenmedien über Ausschreitungen in den USA verschweigen

Massenproteste, Gewaltausbrüche und Plünderungen – Nachdem im Mai 2020 der Afroamerikaner George Floyd infolge einer brutalen Polizeimaßnahme verstorben ist, haben die sozialen und ethnischen Spannungen in den USA massiv zugenommen. Angebliche habe es sich bei der Polizeimaßnahme um rassistische Polizeigewalt gehandelt, welche in den USA um sich greift. Doch ein Blick in Studien und Statistiken offenbart ein deutlich differenziertes Bild der Lage.

Die Berichterstattung der deutschen Massenmedien über den tragischen Tod von George Floyd hat in den USA soziale Unruhen ausgelöst. Dabei suggerieren die Medien, dass es sich um rassistische Polizeigewalt gehandelt habe. Und tatsächlich gibt es in den USA Probleme mit Rassismus, wie in vielen anderen Ländern auch.

CC BY-SA 2.0 / flickr.com /
Lorie Shaull

In den USA leben ca. 328 Millionen Menschen. Laut der Statistikdatenbank Statista lag der Bevölkerungsanteil der Afroamerikaner im Jahr 2018 bei 13 Prozent (42,64 Millionen). Davon saßen im Jahr 2016 etwa 500.000 Personen in Gefängnissen. Hier sind Afroamerikaner gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil überrepräsentiert. Dies würde angeblich am strukturellen Rassismus in den USA liegen. Daran seien aber nicht rassistische Polizisten oder Richter schuld, schreibt Eugen Sorg in einem Artikel von BaZ-Online.

Statistisch gesehen begehen Afroamerikaner deutlich öfters Drogendelikte und Gewalttaten und werden somit auch öfters Opfer von Gewalt als andere Amerikaner, berichtet der Redakteur Arvid Kaiser im Manager Magazin. George Floyd war ein verurteilter Gewaltverbrecher mit zahlreichen Vorstrafen. Daher ist es nicht sehr überraschend, dass die Polizei bei der Verhaftung besonders hart gegen ihn vorging. Nun wird behauptet, dass es sich um rassistische Polizeigewalt gehandelt habe.

Der These, wonach hellhäutige Polizisten häufiger Personen mit anderer Hautfarbe töten als ihre dunkelhäutigen und hispanoamerikanischen Kollegen, widerspricht jedoch eine Studie der Universitäten Maryland und Michigan State. Statistisch sei es vielmehr so, “dass Afroamerikaner häufiger von schwarzen Polizisten erschossen werden”, zitiert die Süddeutsche Zeitung den Professor Joseph Cesario von der Michigan State University, welcher als Autoren an der Studie beteiligt war. Doch die Massenmedien verschweigen diese Informationen und fungieren als geistige Brandstifter. Sie verbreiten mit ihrer Berichterstattung rassistische Stereotypen, Klischees und Vorurteile, was die ethnischen Spannungen in den USA weiter anheizt.

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