Ungesund & Teuer: „Tapetenkleister“ in Öko-Burgern entdeckt – News 23

Ungesund & Teuer: „Tapetenkleister“ in Öko-Burgern entdeckt

Der Konsumentenschutz der Arbeiterkammer Oberösterreich hat 11 vegane- und vegetarische Burger untersucht und mit klassischen Fleisch-Burgern verglichen. Dabei kam die Abteilung Konsumentenschutz zu dem Ergebnis, dass fleischlose Burger nicht nur teurer, sondern auch nicht gesünder bzw. ungesünder sind. Nur in der Ökobilanz schnitten sie deutlich besser ab. Sollen die Konsumenten sich jetzt vergiften für den Klimaschutz?

Symbolbild: Public Domain (CC0) / pixino.com

Die Abteilung Konsumentenschutz der oberösterreichischen Arbeiterkammer hat sich mit Fleischersatzprodukten beschäftigt. Dabei wurden 11 fleischlose Bürger untersucht. Grundzutat der meisten fleischfreien Burger ist demzufolge, neben Wasser, meist eine Proteinkomponente aus Erbsen-, Soja-, oder Weizeneiweiß oder Sojakonzentrat sowie Erbsenproteinisolat. Schon hier muss erwähnt werden, dass einige moderne Soja-Sorten genmanipuliert sind. Der Anbau von gentechnisch manipuliertem Soja ist in der EU verboten und trotzdem laut dem WWF in Europa im Umlauf.

Symbolbild: CC-BY 4.0 / torange.biz

Je ähnlicher ein veganer bzw. vegetarischer Burger einem Fleisch-Burger sein soll, desto mehr Zusatzstoffe müssen verarbeitet werden, heißt es auf der Webseite der oberösterreichischen Arbeiterkammer. Bei 9 von 11 getesteten Produkten wird mit Methylcellulose nachgeholfen, welches den Zusammenhalt der Zutaten erhöht und die Konsistenz fleischähnlicher macht. Methylcellulose ist Hauptbestandteil vieler Tapetenkleister. Bei 3 getesteten Produkten wird dem fleischig-herzhaften Geschmack mit Hefe oder Hefeextrakt nachgeholfen, das von Natur aus Glutamat enthält.

In 5 Produkten stecken laut AK Oberösterreich gleich viel oder beträchtlich mehr gesättigte Fettsäuren als in einem Fleisch-Burger. Gesättigte Fettsäuren können angeblich das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erhöhen. Außerdem wurde teilweise ein hoher Salz- und Kaloriengehalt festgestellt. Die ganzen Zutaten, welche nötig sind, um einen fleischähnlichen Geschmack zu erzeugen, machen viele Produkte nicht nur teuer, sondern auch ungesund.

Nur in der Öko­bilanz würden fleischlose Burger angeblich besser abschneiden. Doch genaue Einzelheiten nennt die AK Oberösterreich nicht. Es wird lediglich geschrieben, dass 200 Gramm Bohnen oder Erbsen rund 0,16 kg CO2 emittieren, während 200 Gramm Rindfleisch etwa 2,5 kg CO2 verursachen würde. Alles im allen stellen vegane- und vegetarische Burger nicht grundsätzlich eine empfehlenswerte Alternative zu herkömmlichen Bürgern dar. Gesundheitsexperten empfehlen stattdessen auf frisches Gemüse zurückzugreifen.

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