Türkische Luftwaffe soll Journalisten bombardiert haben

Das türkisches Militär soll einen internationalen Medienkonvoi bomardiert und 10 Journalisten getötet haben. Darunter französische und brasilianische Reporter. Die USA warnen die Türkei vor ernsthaften Konsequenzen. Auch in Deutschland nehmen die Spannungen zwischen Türken und Kurden weiter zu.

Es sind grauenvolle Bilder die uns derzeit aus Nordsyrien erreichen. Laut diversen internationalen Medienberichten und auch Videos die in den sozialen Netzwerken kursieren, kamen 10 Journalisten bei einem Angriff der türkischen Luftwaffe auf den Medienkonvoi ums Leben. Demnach war der Konvoi auf dem Weg in das umkämpfte Krisengebiet. Bei den Opfern soll es sich unter anderem um Reporter aus Frankreich und Brasilien handeln.

 

„Wir werden die Stellungen der Feinde Gottes treffen, der Atheisten und der dreckigen arabischen Ungläubigen an ihrer Seite.“, sangen syrische Milizen, die mit der türkischen Armee kooperieren laut Medienberichten während sie ihre Gräueltaten begingen.

 

CC BY 4.0 / Meghdad Madadi / wikimedia.org

Mark Esper der US Amerikanische Außenminister warnte die türkische Regierung vor “ernsthafte Konsequenzen“. Washington bereitet aktuell wirtschaftliche Sanktionen gegen die Türkei vor. “Es stärkt uns nur“, sagte der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu zu den aktuellen Entwicklungen in Syrien. Eine gravierende Fehleinschätzung! Die Militäroffensive der Türkei hat international keinerlei Rückendeckung.

 

Und auch die außerhalb der Türkei lebenden Türken werden schon bald in Erklärungsnot gelangen, denn die internationale Solidarität gilt den Kurden. “Je nachdem, in welcher Länge und mit welcher Intensität die völkerrechtswidrige Invasion der Türkei in Nordsyrien andauert, werden auch die Polarisierung und die Konflikte zwischen Deutsch-Türken und Deutsch-Kurden zunehmen.“, sagte der Türkeiexperte Burak Çopu.

 

“Wenn wir telefonieren, höre ich die Bomben. Ich lebe und arbeite in Deutschland, aber ich fühle mich, als wäre ich mitten im Krieg”, sagt die Vorsitzende der Kurdischen Gemeinde Siegen Leylan Mela-Abdullah und fügte hinzu: “Das ist eine ethnische Säuberung gegen die Kurden. Kinder und Ehepaare sterben, die nie irgendwas mit Milizen zu tun haben. Es trifft die Bevölkerung.” Den türkische Präsidenten Erdogan scheint das alles nicht zu interessieren. “Seid Ihr auf unserer Seite oder auf der Seite der Terrororganisation?“, ließ Erdogan verlautbaren.



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