Tag Archive : merkel

Sahra Wagenknecht „beliebter“ als Bundeskanzlerin Merkel

Die Politiker der Bundestagsparteien in Deutschland beweihräuchern sich gerne gegenseitig und lassen sich von regierungsnahen Medien regelmäßig auf die Schultern klopfen. So löste nun in einer Insa-Umfrage die Abgeordnete Sahra Wagenknecht die Bundeskanzlerin als „beliebteste Politikerin“ ab.

 

CC0 1.0 / pixabay.com / andibreit

In einem Ranking mit 22 Spitzenpolitikern erzielte Sahra Wagenknecht den ersten Platz mit 114 Punkten. Doch was ist das für eine Umfrage, wenn es nur eine Wahl zwischen 22 Personen gibt? Vermutlich wäre das Ergebnis anders ausgefallen, wenn die Umfrageteilnehmer eine größere Auswahl gehabt hätten. Bei der Insa-Umfrage wurden im Auftrag des Focus zwischen dem 15. und 18. November 2019 insgesamt 2036 Wahlberechtigte gefragt: „Welcher Politiker/welche Politikerin vertritt Ihre Interessen am ehesten?.“ Dabei landete Sahrawagenknecht auf den ersten Platz, Angela Merkel auf dem Zweiten und der Grünen-Chef Robert Habeck auf Platz 3.

 

„Schade das Frau Wagenknecht in der “falschen” Partei ist. Aber sie ist eine der sehr wenigen Menschen die sogar Links und Rechts zusammen bringen könnte“, schrieb der Focus-Leser Klaus K. in einem Kommentar. Doch das scheint nicht im Interesse der regierenden Parteien zu sein.

Featured Video Play Icon

Mehrheit lehnt erneute Kanzlerschaft von Angela Merkel ab

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat es in vier Amtsperioden geschafft die eigene Partei zugrunde zurichten und einen gewaltigen Scherbenhaufen zu hinterlassen. Vor diesem Hintergrund haben bei einer Meinungsumfrage 62 Prozent der Befragten ausgesagt, dass Merkel nicht erneut für das Kanzleramt kandidieren sollte.

 

Creative Commons (CC0) – maxpixel.net

Auch wenn gewisse Massenmedien permanent das Gegenteil suggerieren, hat die Bundeskanzlerin deutlich an Zuspruch und Beliebtheit verloren. Nur 18 Prozent der Umfrageteilnehmer würden es begrüßen, wenn Angela Merkel erneut für das Kanzleramt kandidiert.

 

Daher werden sicherlich einige Wähler erfreut sein, dass Merkel bereits im Herbst 2018 eine weitere Kandidatur ausgeschlossen hat. Besonders groß ist die Ablehnung unter AfD-Anhänger. Etwa 89 Prozent waren dafür, dass Merkel ihre Kanzlerschaft spätestens am Ende der Amtsperiode beendet.

 

Sogar die Hälfte der befragten CDU-Anhänger waren dagegen, dass die Kanzlerin noch einmal für das Kanzleramt kandidiert. Während lediglich 32 Prozent dies befürworteten. Scheinbar befindet sich Angela Merkel am absoluten Tiefpunkt ihrer politischen Karriere als Bundeskanzlerin.

Umfrage: 42 Prozent der Befragten wollen Merkels Abgang

Die Bevölkerung in Deutschland steht schon lange nicht mehr hinter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Bei einer Umfrage forderten die Befragten mehrheitlich den Abgang Merkels, falls es bei der EU-Wahl zu deutlichen Verlusten für CDU/CSU kommen sollte.

 

Tatsächlich haben CDU/CSU bei der EU-Wahl deutliche Verluste hinnehmen müssen. Der Grund dafür war offensichtlich die Asyl- und Klimapolitik der Bundeskanzlerin. Trotzdem tritt sie nicht zurück.

 

Laut YouGov-Umfrage rechnet fast jeder Dritte (31 Prozent) damit, dass die große Koalition vor Ende der laufenden Wahlperiode 2021 platzen wird. Die großen Gewinner wären die Grünen. Wird es zu Neuwahlen kommen? Im aktuellen Trendbarometer von RTL/n-tv sprachen sich lediglich 33 Prozent dafür aus, das Regierungsbündnis zu beenden. Bei der Umfrage wurden allerdings nur 1003 Personen befragt. Daher ist die Studie des Meinungsforschungsinstituts YouGov aussagekräftiger.

FAKE NEWS: Angela Merkel unter Geldwäscheverdacht

Nach der Festnahme von Julian Assange in London, wurden von WikiLeaks tausende PDF-Dokumente veröffentlicht. Angeblich hätte sich darunter ein Fax befunden, in dem ein Mitarbeiter von einer Bank aus Zürich der Bundeskanzlerin Geldwäsche vorwirft. Scheinbar handelt es sich hierbei um eine Fälschung.

 

Bei dem folgenden Text handelt es sich um eine Übersetzung der veröffentlichten eMail:


«Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass alle Konten der Julius Baer Zürich und Guernsey geschlossen werden. Es ist nicht unsere Politik, Gelder in Offshore-Konten zu verbergen, die für Zahlungen deutscher Politiker verwendet werden.

Die letzten Zahlungen in Höhe von 1.200.000 USD wurden auf ein Nummernkonto bei der Credit Suisse überwiesen. Diese Zahlungen verfehlen alle Gründe und daher sind dies verdächtige Transaktionen, die wir den Behörden melden müssen.

Wir bitten Sie, beigefügte Bestätigungen zu unterzeichnen und insbesondere Ihr Vertrauen und das Vertrauen Ihres Mannes in Julius Baer, Guernsey zu beenden.»


Laut einem DPA-Faktencheck ist das Schreiben nicht neu, sondern seit mehr als elf Jahren öffentlich über die Wikileaks-Webseite zugänglich. Tatsächlich wurde der Urheber des Dokuments in der Schweiz rechtskräftig wegen Urkundenfälschung verurteilt.

Wenn Merkel geht, wird “man ihr nachtrauern”

In einem WELT-Interview wurde John Micklethwait die Frage gestellt, ob die Welt “Frau Merkel vermissen” werde. Der Chef-Redakteur von Bloomberg meint, dass man ihr international “nachtrauern” wird.

 


“Sie ist einfach eine ungewöhnlich talentierte Politikerin. Wir können uns darüber streiten, wie viel sie letztlich wirklich verändert hat. Aber sie hat Europa in schwierigen Zeiten zusammengehalten. Sie ist eine kluge Frau von Welt.”

(John Micklethwait)


 

Scheinbar lebt Micklethwait in einer Parallelwelt. Schließlich ist Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in weiten Teilen der eigenen Bevölkerung und in einigen Ländern Europas nie so unbeliebt gewesen, wie am Ende ihrer Kanzlerschaft.

 

In Deutschland herrscht massive Empörung über Merkels Eurorettungs- und Migrationspolitik. In England wird sie für den Brexit verantwortlich gemacht. In Italien und Ungarn gibt man ihr die Schuld für die unkontrollierte Masseneinwanderung. Wer also wird ihr nachtrauern? Transatlantiker und Hochfinanz?


Menü