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Erdogan startet Militäroffensive in Syrien und droht Europa mit Grenzöffnung

Die Türkei hat eine Militäroffensive in Nordsyriens gestartet. Das Ziel ist die Errichtung einer Sicherheitszone, in der künftig Flüchtlinge die in der Türkei derzeit in Flüchtlingslagern untergebracht sind Leben sollen. Die Internationale Staatengemeinschaft reagierte mit großem Entsetzen auf die Militäroffensive der Türkei.

 

Public Domain (CC0) / en.kremlin.ru

“Die Vereinigten Staaten befürworten diesen Angriff nicht und haben der Türkei deutlich gemacht, dass diese Operation eine schlechte Idee ist“, sagte Donald Trump in einer schriftlichen Stellungnahme. Die Militäroffensive der Türkei wurde erst durch Donald Trump möglich, der den Abzug der US Streitkräfte aus Nordsyrien sehr spontan nach einem Telefonat mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan befohlen hatte.

 

Es ist nicht nur eine Militäroperation um eine Sicherheitszone zu errichten. Viel mehr kämpft die Türkei im Norden Syrien nun gegen Kämpfer der Kurdenmiliz YPG, die von Erdogan als Partner der in der Türkei verbotenen türkischen Arbeiterpartei PKK gesehen wird. “Die Türkei nimmt damit in Kauf, die Region weiter zu destabilisieren und riskiert ein Wiedererstarken des IS“, sagte Bundesaußenminister Heiko Maas. Man verurteile die Militäroffensive Erdogans “auf das Schärfste“.

 

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan reagierte verärgert auf die Kritik der internationalen Staatengemeinschaft und der EU. “Hey EU, wach auf! Ich sage erneut: Wenn ihr unsere Operation als Invasion darzustellen versucht, ist unsere Aufgabe einfach: Wir werden die Türen öffnen und 3,6 Millionen Menschen werden zu euch kommen“, sagte er bei einer Pressekonferenz in Ankara. Doch nicht nur die EU sieht die Militäroffensive der Türkei in Syrien kritisch. Auch der türkische Verbündete Russland ist beunruhigt und forderte Erdogan zu Gesprächen mit dem syrischen Präsidenten Assad auf.  Durch die türkische Bodenoffensive gab es bisher laut Medienberichten 15 Tote. Darunter zwei Kinder.

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“Sicherheitsexperten” geben Sicherheitstipps für Frauen

Die Kriminalhauptkommissarin der Polizei im Rhein-Kreis Neuss, gibt regelmäßig auf Informationsveranstaltungen Ratschläge, wie sich Frauen in Gefahrensituationen, in denen sie sich bedrängt fühlen, verhalten können, berichtet die Rheinische Post in einem Artikel.

 

Creative Commons (CC0) – pexels.com

Wenn Frauen in einsamen Gegenden das Gefühl haben verfolgt zu werden, sollen sie einfach die Straße in einem 90-Grad-Winkel kreuzen und sich nicht scheuen, an einem Gebäude zu läuten oder die 110 zu wählen. So sollen Frauen selbst für ihre Sicherheit sorgen.

 

Darüber hinaus rät RP-Online unter Berufung auf die Polizei vom Einsatz von Pfefferspray ab, obwohl dies einer der effektiveren Sicherheitstipps für Frauen wäre. Man solle lieber eine Trillerpfeife benutzen.

 

Symbolbild: CC BY-SA 3.0 / Arne List (wikimedia.org)

Nachdem eine Mutter und ihr 8-jähriger Sohn am Frankfurter Hauptbahnhof von einem Wahnsinnigen vor einen fahrenden Zug geschubst wurden, empfehlen sogenannte Sicherheitsexperten zukünftig besser 2 Meter Abstand zur Bahnsteigkante zu halten.

 

Dies erinnert stark an die äußerst “hilfreiche Empfehlung” der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker nach den Übergriffen in der Silvesternacht 2015/16: Frauen sollen besser eine “Armlänge” Abstand zu Angreifern halten.

 

CC BY-SA 4.0 – Raimond Spekking (wikimedia.org)

„Es ist immer eine Möglichkeit, eine gewisse Distanz zu halten, die weiter als eine Armlänge betrifft“, zitiert die Zeitung SHZ die Kölner Oberbürgermeisterin. „Halten Sie mindestens zwei Meter Abstand zur Bahnsteigkante und schauen Sie nicht ununterbrochen aufs Handy“, meint der Berliner Sicherheitsexperte Michael Kuhr in Bezug auf den tragischen Zwischenfall in Frankfurt.

Bei bestimmten Leuten “reicht oft schon ein falscher Blick“, zitiert in diesem Zusammenhang BILD.DE den Polizei-Psychologen Adolf Gallwitz.

 

Tatsächlich sind diese ganzen Ratschläge im Ernstfall relativ wenig hilfreich. Das einzige was tatsächlich die Sicherheit von Frauen im öffentlichen Raum gewährleisten kann, sind starke Männer als Begleitung und effektives Selbstverteidigungs-Training für Frauen. Wenn die Bundesregierung und ihr Polizeiapparat nicht in der Lage sind die eigene Bevölkerung zu schützen, muss diese sich wohl selbst schützen.


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