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Warum Norwegen und Dänemark den Rundfunkbeitrag abschaffen

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Dänemark wird abgeschafft und verliert durch diese Entscheidung ein Fünftel seiner Einnahmen. Doch in Zukunft soll der öffentlich-rechtliche Rundfunk mit Steuergeldern aus dem allgemeinen Staatshaushalt finanziert werden.

 

Auch Norwegen hat sich zur Abschaffung des Rundfunkbeitrags entschlossen. Bisher bezahlten die Norweger jährlich mehr als 300 Euro pro Hausstand an Rundfunk- und Fernsehgebühren. Die künftige Steuer beträgt etwa 170 Euro pro Person. Dadurch könnten die Kosten für einige Haushalte deutlich ansteigen.

 

Die Begründung der finnischen Kulturministerin Trine Skei Grande ist bemerkenswert: “Nachrichtenmedien haben einen Wert als demokratische Meinungsmacher, als Kontrollorgan für die Mächtigen und als Verwalter von Sprache, Kultur und gemeinsamer Identität.”

 

So offen würde das in Deutschland kaum ein Politiker zu geben: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist kein medialer Spiegel der Gesellschaft, wie es immer behauptet wird, sondern ein “Kontrollorgan für die Mächtigen”. Welches durch den Rundfunkbeitrag zwangsfinanziert wird.

Dänemark schafft den Rundfunk(zwangs)beitrag ab

Die dänische Regierung schafft den sogenannten Rundfunkbeitrag ab und finanziert den öffnetlich-rechtlichen Rundfunk in Zukunft mit Steuergeldern. Das berichtet HEISE in einem Artikel.

 

Auch in Deutschland gibt es große Kritik. Die Bundestagsabgeordnete Sahra Wagenknecht hat den öffentlich-rechtlichen Rundfunk auf Twitter als “Regierungsfunk” bezeichnet. In einem Beitrag kritisiert die Abgeordnete, dass die deutschen Bürger gezwungen werden bis zu 8 Milliarden Euro im Jahr an den Beitragsservice zu zahlen.

 


“Weniger Leistung, höhere Gebühren? Im Jahr 2017 zahlten die Bürger bereits 8 Milliarden Euro für #GEZ #Rundfunkgebühren. Dafür dass CDU, CSU und SPD ihre politische Linie ausstrahlen können. Vielfalt sieht anders aus. Bürgermedien statt Regierungsrundfunk!”

(Sahra Wagenknecht auf Twitter)


 

Der Rundfunkbeitrag in Dänemark hatte bereits eine Höhe von 27 Euro im Monat  erreicht. Doch dem dänischen Finanzminister Kristian Jensen zufolge wird durch die Umstellung für die Bürger trotz einer damit verbundenen Absenkung des Steuerfreibetrages günstiger, weil man “Danemark Radio” (DR) dazu verpflichtet, seine Ausgaben um ein Fünftel zu kürzen.


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