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Quellenangabe: CC0 - jeff li (pexels.com)



Stadtkarte zeigt Anzahl der Messerangriffe in Berlin

Die Berliner Innenverwaltung hat Statistiken über Messerkriminalität ausgewertet. Eine Stadtkarte zeigt die Gefahrenorte und das Ausmaß der Messerangriffe. Besonders im Zentrum von Wedding besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, Opfer von Messerkriminalität zu werden.

Messerkriminalität stellt in Deutschland zunehmend ein Problem dar. Allein im Jahr 2018 hat die Berliner Polizei 2795 Straftaten registriert, bei denen Messer zum Einsatz kamen. Durchschnittlich kommt es dort alle 3 Stunden zum Messereinsatz. Doch die Dunkelziffer dürfte deutlich höher sein, als bisher bekannt.

 

Die Senatsinnenverwaltung gab auf Anfrage des CDU-Innenpolitikers Peter Trapp bekannt, dass die Berliner Polizei täglich im Durchschnitt 7 Messereinsätze zählt. Das ist ein Anstieg von etwa 8 Prozent seit 2016.

 

C. Schlippes / bm infografik

Eine Stadtkarte, basierend auf Auswertungen der Innenverwaltung, zeigt das Ausmaß der Messerkriminalität in Berlin. Besonders die Innenstadt ist stark betroffen. Zwischen Januar 2017 und Ende März 2019 wurden von der Polizei in Berlin etwa 6265 Straftaten registriert, bei denen Messer zum Einsatz kamen.

 

Die statistischen Fallzahlen der Messerkriminalität umfassen nicht nur Tötungs- und Sexualdelikte, sowie auf Körperverletzungen, Raub und Freiheitsberaubung, sondern auch Straftaten, bei denen Messer oder Stichwaffen als Drohmittel eingesetzt wurden.

 

Statt eine umfassende Problemanalyse zu erstellen und konsequent gegen die Straftäter vorzugehen, fordern Politiker bereits das Mitführen von Messern zu verbieten. „Die Menschen in unserer Stadt haben Angst vor tätlichen Übergriffen. Und sie haben Angst davor, dass diese auch unter Einsatz von Messern erfolgen“, sagte CDU-Fraktionschef Dregger.

 

CC BY 2.0 – morebyless
(flickr.com)

CDU-Politiker Peter Trapp fordert Waffenverbotszonen: „Seit Jahren forderte ich so einen Bereich beispielsweise auf dem Alexanderplatz. Die regelmäßigen Kontrollen der Bundespolizei haben doch gezeigt, was einige Berliner so in Taschen und Rucksäcken dabei haben. Solche Zonen müssten dann aber auch regelmäßig von der Polizei kontrolliert werden“, meint Peter Trapp.

 

Doch Waffenverbotszonen lösen das Problem nicht. Denn wie man weiß, halten sich Kriminelle nicht an Gesetze und Regeln. Auch eine Verschärfung des Waffenrechts wäre vor diesem Hintergrund sinnlos. Nur durch harte Strafen und entschlossenes Vorgehen gegen Straftäter lässt sich die öffefntliche Sicherheit wieder herstellen.

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